TuS Koblenz unterliegt nach Aufholjagd in Freiburg

Nach dem wir unglücklich aus dem DFB-Pokal ausgeschieden waren, ging es am darauffolgenden Sonntag direkt zu einem der Hauptausfiegsaspiranten der 2.Bundesliga nach Freiburg.
Mario Basler hatte vor dem Spiel Koblenz als nicht chancenlos in diesem Spiel angesehen und die erste Halbzeit war es auch relativ ausgeglichen. Freiburg auf jeden Fall die technisch bessere Mannschaft, aber es ist in der zweiten Liga auch schwer eine, auf diesem Gebiet, noch bessere Mannschaft zu finden. Dies hat sich auch durch die Umstrukturierung der Mannschaft und den Trainerwechsel am Ende der letzten Saison seit dem letzten Spiel nicht verändert.

Aber ich beginne von vorne.
Die TuS setzte an diesem Sonntag, wie auch in der letzten Saison, einen Sonderzug nach Freiburg ein. War dieser Zug am 34.Spiel der Saison 2006/07 noch gut gefüllt (sogar ausverkauft?), entschieden sich dieses Mal ganze 96 Personen dafür das Angebot der TuS anzunehmen. Am Hauptbahnhof Koblenz entschieden sich noch fünf weitere dazu eine Karte zu kaufen, obwohl das eigentlich gar nicht ging, so dass wir mit 101 Zugfahrern, Fanordnern, unseren beiden Zivilpolizisten und der Zugbegleitung in Richtung Breisgau starteten. Ich erspare mir an dieser Stelle Erklärungen, Kritik oder Ähnliches. Die Fahrt war auf jeden Fall locker und entspannt.
In Freiburg angekommen schlenderten wir zum Stadion und nahmen es dann in Beschlag. Geschätzte 200 Gästefans versammelten sich im unfreundlichsten Block der weiten Fußballwelt und warteten auf den Anpfiff um die glorreichen Blau-Schwarzen nach vorne zu schreien.

Es wurden noch einige interessante Gespräche aus dem Internet in die Realität verlegt, ein ekelhaftes alkoholfreies Bier getrunken und eine noch ekelhaftere und kalte Frikadelle gegessen. Boah, nie mehr!

Wie schon angedeutet endete die erste Hälfte mit einem torlosen Unendschieden, somit werde ich da auch gar nicht näher darauf eingehen.
Es ging also mit einem 0:0 in die zweite Hälfte, in der Freiburg zu Beginn ganz klar das Ruder in die Hand nahm und schnell mit 2:0 in Front lag. In dieser Phase hatte ich keinerlei Hoffnung auf ein positives Ende der Partie. Doch die TuS überraschte mit einer Phase, in der sie versuchte Druck auszuüben und tatsächlich durch zwei schnörkellose Tore von Ardijan Djokaj zum 2:2 Ausgleich kam. Plötzlich war Koblenz zehn Minuten vor Spielschluss wieder dick im Geschäft, da Freiburg den Faden verloren hatte und sogar das 3:2 für die TuS fiel .. leider, laut Schiedsrichtergespann und Medien, aus einer Abseitsposition. Die TuS war dran, wir hätten fast aus einem 0:2 ein 3:2 im gegnerischen Stadion, bei einer der besten Mannschaften der Liga gemacht.

Was dann geschah, ist einfach Koblenz.
Die Breisgauer schossen in den letzten fünf Minuten der Partie noch zwei Tore und alles war vorbei und umsonst gewesen. Die TuS Koblenz verlor das Spiel mit 4:2 und jeder sprach von einem klaren, ungefährdeten Sieg des SC Freiburg. :(
In meinem Bericht zum Spiel gegen Bielefeld schrieb ich

Zwischenfrage … warum können wir nicht einfach mal das nötige Glück haben? Warum?

Klar, gegen Osnabrück hatten wir letztlich auch Glück, dass wir dort knapp gewinnen, aber … argh. Das interessiert doch in diesen Momenten, wo man wieder in Rückstand gerät einfach nicht.

Entsprechend gefrustet zog man also wieder einmal mit nichts in der Tasche von dannen, versorgte sich in der, auf dem Weg liegenden, Tankstelle mit Proviant für die Rückfahrt und versammelte sich letztlich am Bahnsteig.
Durfte man auf der Hinfahrt nur zwei von 6(?) Wagen nutzen, war dies auf der Rückfahrt freigsetellt. Sauber. So hatte man auf der Fahrt immer dann Ruhe, wenn man es wollte und konnte ansonsten mit diversen Leuten, über die bisher erlebten Fußballgeschichten quatschen.

Die Rückfahrt war also ebenfalls locker und entspannt, so dass der Tag eigentlich gar nicht so lang war, wie zuvor erwartet. Aber das ist ja bekanntlich auch stark subjektiv. ;)

In Koblenz angekommen wurde sich verabschiedet und es ging ab nach Hause. Knapp 45 Minuten später, gegen 22:15 Uhr war ich dann endlich daheim.
Ein gelungener Fußballtag, auch wenn wir 4:2 verloren haben.

Wir sind gut! Wir schaffen das!
Forza Klassenerhalt!

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