Koblenz rehabiliert sich für Hinspiel gegen Mönchengladbach

Etwas länger hat es gedauert, aber der Vollständigkeit halber gibt es natürlich trotzdem noch den Tourbericht vom Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Auf jeden Fall ein Auswärtsspiel der entspannteren Art. So gut wie keine Organisation von Nöten, da man locker flockig mit dem Sonderzug nach Gladbach düste und auch kein Stress im Bezug auf früh aufstehen und spät zurückkommen, da die Fahrt mit besagtem Sonderzug gerade mal gute zwei Stunden dauerte.
So war die Fahrt auch eher ereignislos, bis auf einen Polizisten, der standhaft im, von uns “in Beschlag genommenen”, Fahrradabteil verharrte, um … joa, wahrscheinlich um “alles im Griff zu haben” oder so. ;-) Sah lustig aus, wie er da so völlig beschäftigungslos und alleine herumstand und einen “auf dicke Hose” machte.
Aber man lässt sich ja nicht von und wegen jedem Mist provozieren, so dass man völlig problemlos in Rheydt am Bahnhof ankam. Dort wartete bereits eine Reihe von Shuttle-Bussen auf die 650, im Sonderzug mitgereisten, TuS-Anhänger, um diese auf einer irren Fahrt durch die Mönchengladbacher Agrarzentren auf gefühlten Umwegen zum Stadion brachte.

Dort angekommen schob sich die Meute langsam aber sicher in Richtung Eingangsbereich.
Nach einigem Hin und Her im Bezug auf Zaunfahnen und Richtlinien seitens des Mönchengladbacher Sicherheitsdienstes bezog man Stellung im, meiner Meinung nach sehr fanfreundlichen, Gästestehplatzblock und erwartete den Spielbeginn.

Die TuS war ganz klar der Außenseiter in dieser Partie und hatte auch zu Beginn Probleme die Gladbacher Offensive zu neutralisieren. Mit Kampf, Geschick und etwa Glück gelang dies aber immer besser, so dass unsere Helden in blau und schwarz gegen Ende der ersten Hälfte sogar zum leicht besseren Team wurden.
Ein torloses Unendschieden zur Pause war absolut im Soll. Ein Punkt beim Tabellenführer wäre sowieso ein Bonus gewesen, den man nicht mit einplanen durfte.

Und auch in der zweiten Hälfte war die TuS absolut auf Augenhöhe mit der Borussia. Gladbach hatte Chancen auf die Führung, aber auch die TuS hätte den entscheidenden Treffer erzielen können. Und dann kam das, was kommen musste. In der 180.Minute glich sich das Glück, was wir gegen Fürth und gegen den TSV 1860 München hatten wieder aus und Branimir Bajic lag auf dem Rasen und wollte wohl einfach nur noch weg. Raus aus dem Stadion … irgendwohin, wo ihn niemand als denjenigen erkennen würde, der in der Nachspielzeit das 1:0 für die Gladbacher durch ein Kopfballeigentor erzielt hatte.

Scheiße!
Aber was willste machen? Die Mannschaft hat super mitgehalten und hätte den Punkt verdient gehabt. Es wäre drin gewesen, auch in Mönchengladbach zu bestehen. Wurde leider nichts, aber warum sollte man darüber traurig sein? Die mitgereisten Schängel sahen einen beherzten Auftritt der eigenen Mannschaft, die zurecht nach dem Abpfiff gefeiert wurde.
So ging es dann etwas geknickt, aber nicht unzufrieden im Nieselregel zurück zu den Pendelbussen und ab in Richtung Bahnhof. Dort angekommen gab es dann aber doch etwas richtig Negatives an diesem Tag.
Es war in Rheydt nicht möglich sich zu verpflegen, so dass wir ohne Getränke die Heimfahrt antreten mussten. Durchaus kritisch, wenn man sich zuvor eineinhalb Stunden lang die Kehle trocken geschrien hat und auch keine Lust hatte sich 10 Minuten (geschätzt, da ich es nicht gemacht habe) am Getränkestand anzustellen.
Irgendwie so eine Getränkebude wäre sehr sehr hilfreich gewesen.
Nunja, aber das soll jetzt nicht in den Vordergrund treten. Ist abgehakt und gut ist.

Man kam also gegen 19:00 Uhr wieder in der schönsten Stadt an Rhein und Mosel an, bescherte der Bahnhofskneipe bei mittlerweile super Wetter und warmen Temperaturen noch ein paar Einnahmen und führte noch die ein oder andere Diskussion übenr die Perspektive der zweiten Mannschaft der TuS.
So war es trotz der Niederlage eigentlich ein ganz lustiger Fußballtag.

Wenn es dann nach Osnabrück geht, bitte zumindest mit einem Punkt. ;-)

Hier gibt es noch einige Spielberichte der Partie

Zum Abschluss sage ich nur kurz etwas zur Stimmung im Block.
Aufgrund der Tatsache, dass unser Trommler kurzfristig nicht mitkommen konnte, fehlte etwas Rhythmus im Block. Der entstehende Kanon war unüberhörbar.
Nichtsdestotrotz war die Stimmung über das ganze Spiel hinweg nicht schlecht, wenn auch nicht sagenumwoben und sensationell. Man merkt aber auf jeden Fall, dass ein Ruck durch die wirklich aktive Fanszene gegangen ist.
Das Fantreffen bzw. die im Anschluss daran geführten Diskussionen und umgesetzten Beschlüsse und Ideen scheinen wirklich etwas zu bewirken, auch wenn sie eigentlich nur auf die Unterstützung auf dem Oberwerth gedacht waren. Man wird sehen, wie sich das bis zum Saisonende hin verhält.

Hier noch einige Bilder vom Spiel

Als Fazit verwende ich doch einfach den Titel dieses Tourberichts. Die TuS hat sich beeindruckend für die 0:5 Heimpleite aus dem Hinspiel rehabilitiert. Und das ist fast noch wichtiger, als den einen Punkt mitgenommen zu haben … oder eben nicht.

Weiter so Jungs!

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Kommentare

Benni,
wieso hat Dich der “rumstehende” Polizist (den man wahrscheinlich dorthin befohlen hatte) p r o v o z i e r t?

Gruß Doc

Ich persönlich fand es irgendwie belästigend, dass mich/uns die ganze Fahrt über jemand aus zwei Meter Entfernung beobachtet hat. Wäre ja genauso, als wenn da jemand in einem 6er-Abteil steht, den keiner kennt und der alles genau registriert, was unter den 6 Leuten im Abteil gesprochen und getan wird.

Aktiv provoziert wurde da niemand. Das habe ich auch nicht ausdrücken wollen. ;-)

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