“Der beste Wechsel” des Fußballtrainers Colin Bell

Vor Kurzem laß ich etwas über die Neuvorstellung eines Buchs von Meggie Alisch, in dem der Lebenswandel von Colin Bell thematisiert wurde. Titel des 144 Seiten kurzen Buchs ist “Der beste Wechsel des Fußballtrainers Colin Bell”. Zunächst wusste ich nicht so wirklich, was ich davon halte sollte.
Für mich, der mit Kirche, Glaube und Religion nie etwas zu tun hatte (und das auch so beibehalten wird) aber gleichzeitig eine gewisse Fußballsucht sein Eigen nennt, war eine Beschreibung wie

Das runde Leder mit dem christlichen Glauben verbinden

doch eher neu und auch in gewisser Weise unverständlich, was mir da in dem Buch eigentlich präsentiert werden würde.
Aber genau deshalb war ich wohl auch von Beginn an irgendwie interessiert daran das Buch mal zu überfliegen und natürlich auch aufgrund der Tatsache, dass Colin Bell seit der Saison 2006/07 als Jugendkoordinator der TuS Koblenz für die Nachwuchs- und Jugendarbeit verantwortlich und nebenbei auch zusammen mit Marc Mies Trainer der U23 bzw. Trainer der A-Jugend der TuS Koblenz ist.

So habe ich mir das Buch bestellt, gestern Morgen bei der Post abgeholt und gestern Abend in einem Rutsch durchgelesen und ich kann das folgende Zitat von Jens Sembdner auf der Rückseite des Buchs vollkommen bestätigen.

Einmal angefangen zu lesen, legt man dieses Buch nicht mehr aus den Händen.


Das liegt sicherlich auch daran, dass das Buch keine Kapitel oder Abschnitte besitzt. Das Buch gibt vielmehr ein Gespräch zwischen der Autorin und Colin Bell wieder, in dem er von seinem Leben erzählt, wie es von seiner Geburt bis zu seiner Beurlaubung als Trainer der Amateuermannschaft des 1.FSV Mainz 05 ablief bzw. wie er sich seit dem verändert hat.

Mir hat das Buch insofern gut gefallen, als dass Colin Bell in diesem Buch sehr klar über seine Schwächen und Fehler spricht. Er bezeichnet sich sinngemäß als egoistisch, launisch, aufbrausend und teilweise unfair. Ich muss gestehen, dass mir das imponiert hat, ohne dass ich ihn jetzt in den Himmel loben möchte.

Wichtig ist aber, dass es in diesem Buch nicht primär um den Fußball geht, sondern darum, wie der an sich völlig ungläubige Colin Bell durch eine Reihe von Umständen und Zufällen (Colin Bell bezeichnet dies jetzt nicht mehr als Zufall) zum Christen wurde und so quasi “Frieden mit sich selbst” gefunden hat.
Hört sich nun recht schnulzig an, aber ich wüsste jetzt gerade nicht, wie ich das anders hätte beschreiben sollen.

Mein Fazit ist, dass sich der Kauf und das Lesen des Buches für mich durchaus gelohnt hat.
Das Buch gibt einfach einen guten Einblick darin, um was für eine Art Mensch es sich bei Colin Bell handelt, aber auch gehandelt hat! So kann man sich als Nichtbeteiligter durchaus die ein oder andere Situation aus der Trainerlaufbahn Bells bei der TuS besser vorstellen.
Geschichten darüber gibt es ja zu Hauf.

Anbei ein zwei Zitate aus dem Buch

Bzgl. Aberglaube

In Koblenz habe ich sogar einem Vorstandsmitglied verboten, mit uns im Mannschaftsbus zu fahren, weil er zweimal mitgefahren war und wir dann jedes Mal verloren hatten. Ich war ernsthaft davon überzeugt, dass er uns Pech brachte.

Bzgl. Verhältnis zu Fans und Journalisten in der Zeit als Trainer bei der TuS

Alisch: War verletzter Stolz im Spiel oder hatten sie Recht?
Bell:
Ich denke, beides. Es gab sicherlich auch Fälle, bei denen ich ungerecht behandelt worden bin, bei denen ich mich verteidigt habe und andere Male, wo ich in Situationen auch überreagiert habe. [..] Ich dachte, die schreiben zwar, haben aber von der Sache an sich keine Ahnung. Das galt auch manchmal für Vorstandsmitglieder, die im Verein eine Funktion hatten, aber nicht aus dem Fußball kamen.

Das Buch ist im Hänssler-Verlag erschienen und kann aktuell bei Amazon für auch zum Preis von 8,95 Euro bestellt werden.

Aufgrund der Tatsache, dass bei Amazon.de für Bücher generell keine Versandkosten anfallen, ist das Angebot bei Amazon.de natürlich inklusive Versandkosten.

Wenn jemand Fragen zum Buch hat kann er sie gerne an dieser Stelle in den Kommentaren oder direkt im Forum stellen.

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Kommentare

Den Bericht von Benni kann ich nur voll und ganz bestätigen! Auch ich habe von dem Buch gehört und es bestellt, da ich als Fußballfan auch an sogen. “Lebensberichten” interessiert bin. Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Veränderung in Bells Leben kann ich jetzt echt nachvollziehen. Die Idee, Bell hier im Gespräch seine Geschichte erzählen zu lassen finde ich genial und hat sicherlich mit dazu beigetragem , es in einem Rutsch zu lesen! Kompliment an die Autorin Meggie Alisch (die ich übrigens noch von RTL und VOX her in Erinnerung habe). Ein Buch , das sich lohnt und das ich bestimmt auch einigen Freunden schenken werde.

Ich habe das Buch gerade gelesen und bin total beeindruckt. Bisher habe ich glaub noch kein Buch gelesen, das so ehrlich, interessant, überzeugend und tiefgehend ist, und zugleich eine Lebensgeschichte und Fußball so genial miteinander verbindet.
Kann ich echt nur weiterempfehlen…

Ich habe das Buch am vergangenen Samstag 24.01.09 ebenfalls in einem Ruck durchgelesen. Ich bin zwar kein TUS-Fan, komme aber aus der Region und “kenne” Colin noch aus seiner ersten Zeit bei der TUS, als ich selbst noch Spieler und Jugendtrainer war.
Ich bin Christ und deshalb öfter mit entsprechenden Büchern in Kontakt. Als ich las, dass es von Colin Bell handelt, habe ich es sofort gekauft.
Ich muss sagen, dass meine Bekehrung zu Jesus Christus, ähnlich gravierend war, wie bei Colin – sie geschah etwa zwei Jahre früher. Auch ich war ein Egoist und hatte mit Gott und Glauben nichts am Hut. Aber eine Reihe von Zufällen (die ich heute auch nicht mehr als Zufälle bezeichne) führten mich dann zur Wahrheit, die in mir auch alles veränderte. In großen Teilen fand ich mich in diesem Buch wieder. Deshalb war es auch so spannend für mich zu lesen. Und natürlich auch, weil man so manches Detail über den Menschen Colin Bell erfährt und weil er wirklich offen und ehrlich über sein Leben berichtet.
Auch ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

[...] in die Oberliga geschafft hat und ein entsprechend harter Brocken für die Mannschaft von Colin Bell [...]

[...] keine Probleme das Spiel zu kontrollieren. Wirklichen Offensivdrang konnten die Mannen von Trainer Colin Bell aber auch nicht entwickeln. So waren die Koblenzer in den ersten 20 Minuten zwar die aktivere [...]

[...] Aktion auch gerne hätte den Abgang machen sehen. Nach einer kurzen Verletzungspause reagierte Colin Bell und ersetzte Lars Bender durch Dennis [...]

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