Zwote erkämpft zu Neunt 2:2 gegen Oberwinter
Das zweite Testspiel der TuS Koblenz U23 fand parallel zum Testspiel der Bundesligamannschaft gegen Borussia Mönchengladbach statt. Selbstredend hab ich mir das nicht gegeben, sondern bin nach Remagen-Bandorf gefahren, um die Zwote im Testspiel gegen den TuS Oberwinter zu “unterstützen”.
Mittags noch in Koblenz gewesen, also schnell in die Karre gesetzt und ab nach Remagen, um bei gefühlten 40°C auf dem Bandorfer Kunstrasen für 2 Euro Eintritt der einzige Koblenzer zu sein, der nicht auf irgendeine Weise mit einem Spieler verwandt und/oder befreundet oder sogar zur Mannschaft selbst gehört.
So ist das halt als U23-AllesfahrerMöglichst-viel-Fahrer. :-D
Die TuS war bei hochsommerlichen Bedingungen in meinen Augen zu Beginn das bessere Team und hätte durch Eric Peters bereits in der ersten Minute in Führung gehen können. Ein Schuss aus vollem Lauf vom rechten Strafraumeck fand aber nicht den Weg ins Tor.
Oberwinter kam nicht wirklich ins Spiel und hatte Probleme mit der gut gestaffelten Koblenzer Abwehr. Bereits nach etwa zehn Minuten wurde es etwas ruppiger und der Schiedsrichter verlor völlig die Kontrolle üer das Spiel. Pfiffe auf beiden Seiten, die zumindest für mich (und gemessen an den Reaktionen der Zuschauer nicht nur für mich) teilweise total unverständlich waren, Fouls, die geahndet wurden, obwohl nichts passierte und andere, die einfach “vertuscht” wurden.
So sah Eike Mund relativ früh die gelbe Karte wegen Meckerns.
Nach einem 0815-Zweikampf an der Mittellinie fiel ein Spieler aus Oberwinter zu Boden, der Schiedsrichter pfiff und gab Eike Mund gelb-rot. Holla, die Waldfee .. die TuS also 70 Minuten lang in Unterzahl. Das kann ja heiter werden. Und es wurde heiter. Die TuS spielte weiter so, als wäre sie vollzählig. Munter nach vorne und mit Drang zum Tor, aber auch Oberwinter hatte immer mehr Möglichkeiten.
Doch es war Sanel Rahic, der die TuS nach einem schnellen Spielzug über die linke Angriffsseite mit einem eiskalten Abschluss mit 1:0 in Führung brachte. In Unterzahl wohlgemerkt.
Aber Oberwinter war präsent und erzielte in der 43.Minute nach einem Fernschuss das 1:1. Ich persönlich war gedanklich schon in der Pause und auf dem Weg zum Getränkestand. Da wurde Sascha Breitbach an der eigenen Außenlinie leicht gefoult, Patrick Schmidt rauschte heran, mähte den foulenden Spieler in grün-weiß um, der Schiedsrichter pfiff und gab … glatt rot.
Sapperlott! Das ist mal ein Spiel. Wie stand es zu der Zeit nochmal in Koblenz im Spiel gegen Mönchengladbach? Genau, laaaaaaangweilig. 0:0, Mittelmaß!
In der Pause natürlich Diskussionen. Laut Gerüchteküche wollte der Trainer von Oberwinter wohl beim Schiedsrichter bewirken, dass die TuS wieder “auffüllen” kann, da der Test an sich natürlich nun irgendwie relativ uninteressant wurde. Oberwinter würde noch 5 Tore schießen und gut.
Der Schiri lehnte es ab und so begann die zweite Halbzeit mit 9 gegen 11.
Ab diesem Zeitpunkt stand Koblenz natürlich nur noch hinten drin und Oberwinter war 25 Minuten nicht ein einziges Mal wirklich in der Lage überhaupt mal gefährlich auf das Tor zu schießen. Irgendwann war dann doch die Lücke da und Oberwinter führte 2:1. Das war es aber dann nun! Guter Scherz .. nicht an diesem Samstag!
Eigentlich im direkten Gegenzug konterte die TuS den Gastgeber bilderbuchmäßig über den eingewechselten Tobias Uran aus und traf zum, aufgrund der kämpferischen Leistung, hochverdienten Ausgleich.
Und das war es dann tatsächlich.
Mit neun Mann gegen die volle Mannschaft eines Rheinlandligisten ein 2:2 geholt. 70 Minuten Unterzahl, beide Tore in der Unterzahl geschossen. Ich fand das Spiel einfach nur fesselnd und manchmal vergaß ich sogar, dass ich da ganz alleine mit meinem Banner saß.
Respekt Jungs! Hat Spaß gemacht .. und danke für den freundlichen Empfang. :)
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