SV Ried – SK Rapid Wien
Vor eine Woche startete eine vierköpfige Delegation aus Koblenz in Richtung Österreich, um sich das Spiel der SV Ried gegen den Vorjahresmeister SK Rapid Wien anzuschauen.
Frühzeitig in Ried angekommen wurden zunächst diverse Kneipen begutachtet und für urig und gemütlich befunden und danach machte man sich auf in Richtung Fill Metallbau-Stadion (was ein Name!).
Das Stadion verdient in meinen Augen die Bewertung klein, aber fein. Nur etwas mehr als 7600 Zuschauer fasst das Stadion, aber da es ein reines Fußballstadion ist und Ried mit seinen etwa 14000 Einwohnern auch nicht zu den Weltstädten gehört, passt es ganz gut zum Verein und zur Umgebung.

Durch die vollständige Überdachung hat man auf jeden Fall die Möglichkeit mit relativ wenigen Leuten, relativ gute Stimmung zu machen, wenn der Gegner auf der anderen Seite nicht gerade Rapid heißt.
Soll heißen, dass man aus dem Rieder Block die Gäste aufgrund der Lautstärke im eigenen Block zwar nicht hörte, die Fernsehzuschauer aber von 90 Minuten Rapid sprachen.
Vor Spielbeginn präsentierten die Rapid-Anhänger gleich zwei Choreografien bzw. eine zweigeteilte Aktion .. und das auswärts! Zum Einen wurde der Block in die Farben weiß, rot und blau getaucht und dazu ein Spruchband präsentiert
Bei allen Distanzen und Wegen – Rapid Wien solange wir leben
Kurz darauf dann eine “Geburtstagschoreo” zum 5-jährigen Bestehen der Green Lions.
Auf dem Platz war Ried die bessere Mannschaft, da aber vor dem Tor letztlich das Glück und die Entschlossenheit fehlte ging es mit einem 0:0 in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierten die mitgereisten Rapid-Anhänger eine derartige Masse an Material, dass man nur ungläubig in den Gästesektor schauen konnte. Dutzende Doppelhalter und Fahnen füllten den Gästeblock bis in die letzte Ecke. Sehr eindrucksvoll!
Die Stimmung im Rieder Block war mager, wenn auch laut. Mit Dach widerspricht sich das nicht einmal.
Es waren selten mehr als 20 Leute, die wirklich aktiv dabei waren, also auch mal aus der Hüfte kamen. Wir hatten aber unseren Spaß.
Die Anzahl der Supportwilligen sollte sich schlagartig erhöhen, als die SV Ried in der 56.Minute das 1:0 erzielte.
Auch die angestimmten Lieder wussten zu gefallen!
Nach einer Pyroeinlage Mitte der zweiten Hälfte im Gästeblock, endete das Spiel verdient mit 1:0 für Ried. Und man kann nur sagen, dass diese elendige Humba so dermaßen ausgelutscht ist, dass man sich da einfach nur noch abwenden muss.
Ried zeigte uns, dass es auch anders geht, wenn man etwas Kreativität an den Tag legt.
Nach dem Sieg wurde noch einige Zeit mit den Rieder Freunden im Heimblock rumgelungert bis man sich dann endlich in Richtung Absturz in der Innenstadt begab.
Irgendwann nachts traf man dann noch auf den Rieder Torwart, den einige TuS-Interessierte sogar kennen könnten. Thomas Gebauer, der jetzt das Tor in Ried hütet, war die Nummer eins im Tor der SpVgg Bayreuth in der Aufstiegssaison in die zweite Liga, konnte aber beim entscheidenden 2:2 auf dem Oberwerth aufgrund einer Rot-Sperre nicht am Spiel teilnehmen.
So schließt sich dann der Kreis. :-)
Nach nicht mal drei Stunden Schlaf ging es dann in Richtung Rieder Innenstadt zum Frühstücken und dann um kurz vor 10:00 Uhr wieder zurück in die Rhein-Mosel-Stadt.
Eine super Tour, die durch die Gastfreundschaft der Rieder im Gedächtnis haften bleiben wird.
Hier noch einige Fotos vom FIll Metallbau-Stadion.
Berichte und Fotos vom Spiel habe ich im Forum zusammengetragen.
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