Fortuna Düsseldorf lässt Koblenz keine Chance

Oh Mann, da gewinnt man souverän im Pokal und spielt dann drei Mal in Folge richtig armselig. Das ist die TuS Koblenz.

Auch am 3.Spieltag war die TuS Koblenz nicht in der Lage ihr, hoffentlich überhaupt vorhandenes, Potential abzurufen. Ich hatte da ja noch Glück, dass ich erst zur zweiten Halbzeit im Düsseldorfer Stadion sein konnte. Da musste ich mir zumindest die ersten 45 grausigen Minuten (wurde mir so geschildert) nicht geben. Aber auch die zweite Halbzeit war an Peinlichkeit ja kaum noch zu überbieten.

Ich betrachtete mir das Unheil auf dem Rasen aus dem Heimblock, da mich die “netten” Ordner mit meiner Kamera nicht in den Heimblock lassen wollten (“Für Spiegelreflexkameras braucht man einen Presseausweis!”). Auch als ich sagte, dass ich Fotos für eine Koblenzer Internet-Fanseite mache (welche könnte das wohl sein .. bingo, das Schängelland!) bedachte man mich nur mit einem Lachen. Nunja, glücklicherweise konnte ich die kurz zuvor gekaufte Eintrittskarte wieder umtauschen. Ich machte mich also auf in Richtung Heimblock und siehe da, dort war das Mitbringen einer solchen Kamera kein Problem. Ich setzte mich also auf die den aktiven Fans gegenüberliegende Ecke der Hintertortribüne und hatte somit einen perfekten Blick auf die, nur im unteren Teil aktive, Koblenzer Fanszene, die Düsseldorfer Fans und auf das augenkrebserregende Koblenzer Spiel. Von den geschätzten 1500 Koblenzer Fans hätte ich mir irgendwie mehr erhofft. So wurde in Foren groß rumposaunt, wie “geil” das doch alles werden würde. blabla .. in der ersten Hälfte soll es wohl auch wirklich gut gewesen sein, was die Stimmung angeht. In der zweiten Hälfte gebührt das Lob ausschließlich dem harten Kern unten in der Mitte. Diese Fans haben die Stimmung getragen oder besser gesagt überhaupt aufrecht erhalten. 45minütige Hüpferei bzw. generelle Aktivität inkl. einer Vielzahl von Schwenker machte es für mich als Koblenzer wenigstens noch so einigermaßen erträglich. Ab geschätzter Reihe 8 war dann aber gar nichts mehr los und meine Befürchtung wurde war. Die Leute saßen auf ihren Sitzen, anstatt sich dem Support anzuschließen und stehend die Mannschaft zu unterstützen.
Der Fan ist nicht nur da die Mannschaft zu feiern, wenn sie führt. Seine Aufgabe ist es auch die Mannschaft gerade dann nach vorne zu treiben, wenn sie selbst nicht mehr an einen Erfolg glaubt! Das verstehen in Koblenz leider nur eine Minderheit von maximal 120-150 Leuten. Sehr schade!

Vom Spiel selbst gibt es nicht viel zu erzählen nicht. Das 1:0 der Fortuna aus der ersten Hälfte hatte Bestand und war auch nie wirklich in Gefahr. Die TuS hatte eher noch Glück, dass sie nicht höher abgeschossen wurde. Gefühlte 5000 Fehlpässe später war das Spiel aus und man musste feststellen, dass die Offensive der TuS auch durch einen Shefki Kuqi nicht wirklich gefährlicher geworden ist. Ich machte mich fix aus dem Düsseldorfer Heimlager auf in Richtung Gästeblock, um mich mit meinen Kumpels zu treffen. Dort angekommen machte man sich dann relativ zügig auf in Richtung S-Bahn-Station und nach einer kurzen Wartezeit, aufgrund eines Personenschadens auf den Gleisen, auch auf den Weg zum Hauptbahnhof.
Da ich mit dem Regionalexpress nach Düsseldorf gefahren war, hatte ich auch keine Sonderzugfahrkarte. Die anwesenden, teilweise mehr als 50 voll ausgestatteten Polizisten interessierte das allerdings eher weniger, so dass man sich ihrer Ansicht nach in den Sonderzug zwängen sollte.
Dem wurde letztlich aber wiedersprochen und ich stehe dazu, dass richtig gehandelt wurde. Es waren keine Sonderzugfahrkarten vorhanden, der Zug war ausverkauft. Warum sollte man also 60 Leute mehr als zulässig in den Zug setzen. Ich kam dann letztlich nachts um 0:30 Uhr am Bahnhof in Koblenz an, um dann noch viel Spaß an den Getränken im Winkel zu haben.

Fußball ist vielleicht alles und den Spaß lass ich mir dadurch nicht verderben. :-)

Ein paar Fotos folgen noch.

Bilder vom Spiel Fortuna Düsseldorf gegen TuS Koblenz

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Kommentare

[...] Fortuna Düsseldorf lässt Koblenz keine Chance | Schängelland, TuS … [...]

[...] Ganz ehrlich: es ist mir scheißegal, ob wir besser gespielt haben, als gegen Cottbus oder Düsseldorf. Wir waren so richtig schlecht und es ist nur nicht so stark aufgefallen, weil der FC Hansa Rostock [...]

[...] gegen Aufsteiger eigentlich Pflichtsiege. Gerade dann, wenn man im eigenen Stadion spielt. Mit der Niederlage gegen Düsseldorf hat man bereits ein Spiel gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf verloren. Rostock zähle [...]

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