Dachverband spricht Empfehlung bzgl. “50+1″-Regel aus

Das Thema “50+1″ ist in ganz Fußballdeutschland mittlerweile ein wichtiges Thema für Vereine und teilweise mehr noch für Fans und Anhänger. In Koblenz gab es nicht zuletzt durch den etwas unklar kommunizierten “Optionsvertrag”, der dem Mittelrhein-Verlag die Möglichkeit bot, im Falle einer Abschaffung des verpflichteten Mehrheitsverhältnisses des Vereins an der TuS Koblenz GmbH, als erstes Unternehmen Anteile vom TuS Koblenz e.V. zu erwerben, Aufregung in Sachen “50+1″.
Anhänger starteten unterschiedlichste Aktionen in und vor den Stadiontoren und verfolgen diese auch weiterhin. Gleichzeitig wurde ein Versprechen des Aufsichtsratsvorsitzenden Walterpeter Twer, welches auf der letzten Mitgliederversammlung getätigt wurde, aufgegriffen, welches letztlich in der Gründung eines Dachverbands mündete.
Twer sagte damals, dass er den Optionsvertrag auf einen Dachverband übertragen würde, sofern es den Fans der TuS Koblenz gelingen würde eben einen solchen zu gründen.

Nach monatelangen Vorbereitungen und einer Vielzahl an Treffen von Vertretern unterschiedlichster Fanclubs war es dann am 2009 soweit. Die Fanszene Koblenz erhielt einen Dachverband. Bei der konstituierenden Mitgliederversammlung machte Walterpeter Twer sein Versprechen war und übertrug die Option zum Kauf weiterer zwei Prozent an den Anteilen der TuS Koblenz GmbH auf den Dachverband. Ein erster Schritt in die richtige Richtung war getan!

Nun ist ein gewisser Herr Kind aus Hannover aber leider nicht so wirklich darauf erpicht, dass diese Regel überhaupt bestehen bleibt und versucht seit einiger Zeit auf unterschiedlichste Art und Weise gegen die Beibehaltung der Regel zu kämpfen. Dass sich Herr Kind aus diesem Grund mit einer großen Anzahl an Fußballfans aus ganz Deutschland auf Kriegsfuß steht außer Frage.
Am 10.November 2009 soll nun im Ligaverband darüber abgestimmt werden, ob aus Vereinen ausgelagerte Profiabteilungen vollkommen für Investoren geöffnet werden sollen oder nicht.

Der Dachverband Koblenzer Fanclubs hat nun eine Empfehlung an Wolfgang Loos, den Geschäftsführer der TuS Koblenz, übergeben, die den folgenden Wortlaut hat.

Sehr geehrter Herr Loos,

wie Sie wissen, findet am 10.11.2009 die nächste Mitgliederversammlung des Ligaverbandes in Frankfurt am Main statt. Dort soll unter anderem über den Antrag der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA zur änderung der sogenannten “50+1-Regel” abgestimmt werden.

Für Mitglieder und Fans der TuS Koblenz ist die “50+1-Regel” schon seit einiger Zeit ein sensibles Thema. Auf Basis der Diskussionen um dieses Thema ist der Dachverband Koblenzer Fanclubs erst entstanden. Walterpeter Twer hat den Optionsvertrag an den Dachverband abgetreten und damit seine Zustimmung gegeben, dass 50 + 1 Anteile an der GmbH beim e.V. bleiben, die Stimme der Mitglieder somit noch was zählt und der Verein an keinen Investor verkauft werden kann. Wir wollen nicht, dass unsere geliebte TuS zu einem Spielball wird und das überleben des Vereines von der Laune eines Einzelnen abhängig ist.

Wir bitten Sie daher im Namen unserer Mitglieder, am 10.11. gegen den Antrag von Martin Kind zu stimmen, damit die 50+1 Regelung weiterhin bestand hat.

Dachverband Koblenzer Fanclubs e. V.

Thomas Haacke, Andreas Stein, Marco Schnitzler, Christian Krey, Daniel Marth

Man kann nur hoffen, dass die TuS Koblenz GbmH, die durch Wolfgang Loos bei dieser Abstimmung vertreten wird, die Stimme von Hunderten von TuS-Fans, die zu einem großen Teil auch Mitglieder des TuS Koblenz e.V. sind hört und in seine Entscheidungsfindung mit einbezieht.

Der Countdown läuft und man kann nur hoffen, dass der Antrag vom Hannoveraner Kind abgelehnt wird.

Wenn du möchtest kannst du einen Kommentar zu diesem Beitrag abgeben. Beachte bitte, dass Kommentare moderiert, also vom Autor freigeschaltet werden müssen und werden.

Kommentare

50+1 darf einfach nicht in kraft treten, nur weil herr kind ein geldgieriger mensch ist heißt das noch nicht das wir kultur und tradition im fussball verraten dürfen!

Antrag wurde mit einer gegenstimme eindeutig ABGELEHNT.

Kommentar abgeben

(erforderlich)

(erforderlich)