U18 unterliegt Alemannia Plaidt Rheinlandpokal

Die TuS Koblenz U18 musste am gestrigen Montag beim FC Alemannia Plaidt antreten, um den Einzug in die nächste Runde des A-Junioren-Rheinlandpokals 2009/10 einzuziehen. Für mich war es nach dem Sieg in der Rheinlandliga gegen Westum und der glücklichem Sieg gegen Mayen das dritte Spiel der U18 in dieser Saison.

Leider wurde auf dem Hartplatz gespielt. Leider, da ich auf diesem Platz bereits im November 2008 ein Rheinlandpokalspiel der TuS gegen Plaidt gesehen habe. Der harte und “wasserabweisende” Hartplatz sollte also auch in diesem Jahr für einen Koblenzer Sieg sorgen und es sah bei Nieselregen auch zu Beginn sehr gut aus. Direkt mit dem ersten Angriff erzielte die TuS das Führungstor. Nach einer Flanke von der linken Seite konnte die Abwehr der Gastgeber den Ball nicht klären und ein Koblenzer Stürmer hatte wenig Probleme den Ball aus 7 Metern halbrechter Position ins lange Eck zu schieben (1.). Trotz des frühen Rückstands schienen die Alemannen aber nicht geschockt zu sein und spielten ihr Spiel so weiter, wie sie es wohl geplant hatten. Bereits nach sechs Minuten hatten sie eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Nach einem Steilpass konnte die Koblenzer Defensive den Ball zur Ecke klären. Die anschließende Ecke sorgte für etwas Unordnung in der Koblenzer Hintermannschaft und so kam Plaidt zu einer ersten Schusschance. Der Ball ging allerdings links am Tor vorbei.
Das Spiel war eher Magerkost. Die TuS konnte keine wirklich fertiggespielten Angriffe zeigen und Plaidt blieb zumeist an den Koblenzer Abwehrspielern hängen, so dass Torgefahr eher Mangelware war. Zwei Freistöße der TuS Koblenz konnten vom Plaidter Tormann sicher gefangen werden. Mehr gab es bis Minute 20 nicht zu sehen.

Dann hatte erneut Plaidt eine gute Gelegenheit. Nach einem Doppelpass auf der rechten Angriffsseite wurde der Ball klug in den Rücken der Abwehr gelegt, konnte dort von einem Stürmer aus sehr aussichtsreicher Position aber nicht verwertet werden.
In Minute 27 war es dann doch soweit. Nach einem Einwurf von der rechten Seite wurde der Ball von den Hausherren in den Koblenzer Strafraum gebracht. Die Defensive konnte den Ball mehrfach nicht richtig klären, so dass der Ball im dritten Anlauf von einem freistehenden Plaidter Offensivspieler per Direktabnahme ins kurze Eck geschossen werden konnte. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient, da beide Mannschaften in etwa gleich “gut” waren.
Nach dem Tor passierte nicht mehr allzu viel. Erst kurz vor der Pause kamen die Gäste erneut zu einer Torgelegenheit. Zuerst ging ein Fernschuss am rechten Winkel des Alemannen-Tores vorbei (39.) und dann hatten die Koblenzer Pech, dass ein weiterer Fernschuss nur den Weg an die Latte pfand (40.).
So ging es mit einem 1:1-Unendschieden in die Halbzeitpause.

In der Halbzeitpause hatten die Koblenzer von ihrem Trainer die Ansage mitbekommen etwas schneller zu spielen und so die Gastgeber unter Druck zu setzen. Dies klappte eher mittelmäßig, obwohl die TuS bereits kurz nach Wiederanpfiff zu zwei guten Chancen kamen. Zunächst konnte ein Schuss vom Torhüter pariert werden (47.), kurz danach traf ein Koblenzer nach einer guten Einzelaktion auf der rechten Außenbahn nur das Außennetz (48.).
Anstatt einer besser werdenden Koblenzer Mannschaft wurde das Spiel immer mehr zu einem Grottenkick. Muss man ja leider auch mal so direkt schreiben. Die meiste Zeit befand sich der Ball irgendwo im Mittelfeld ohne das eine der beiden Mannschaften entscheidende Platzgewinne verzeichnen konnte. Nach einer guten Stunde hatten die Koblenzer dann die dicke Chance auf die Führung. Nach einem hohen Ball hinter die Plaidter Abwehr wurde ein Koblenzer Spieler von einem Plaidter kurz vor dem Strafraum von den Beinen geholt. Braucht man gar nicht drüber diskutieren, glatt rot wegen einer Notbremse (61.).

Der anschließende Freistoß brachte allerdings nichts ein, so dass im Nachhinein lieber das 2:1 gefallen wäre, als eine halbe Stunde in Überzahl zu spielen. Die TuS konnte nämlich die Überzahl einfach nicht nutzen. Die Rhein-Mosel-Städter kamen zwar ab und an zu mehr oder weniger guten Chancen, aber irgendwie fehlte mir als Zuschauer auch der letzte Wille das Spiel zu entscheiden. Plaidt stand natürlich nach dem Platzverweis auch extrem tief und kam eigentlich gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus. Nichtsdestotrotz muss man bei der TuS Koblenz den Anspruch haben gegen den Bezirksligisten dann einfach den Sack zu zu machen! Nachdem alle Fernschüsse über das Tor gegangen und die restlichen Bälle aufs Tor vom Torwart gehalten worden waren, pfiff der teilweise etwas konfuse Schiedsrichter die Partie ab und ich erwartete die Verlängerung. Pustekuchen, gab es nicht, sondern es wurde direkt das Elfmeterschießen angegangen.

Habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, aber das wird schon seine Richtigkeit haben.

Nachdem die TuS ihre ersten beiden Elfmeter verschossen, Plaidt dagegen beide versenkt hatte, schien das Spiel bereits entschieden zu sein. Doch die Plaidter zeigten Nerven und vergaben ihrerseits ihre Strafstöße 3 und 4 und Koblenz glich aus. Nachdem es nach jeweils sechs Schützen immer noch ausgeglichen stand, verwandelte der FC Plaidt seinen siebten Elfmeter und die TuS Koblenz schied nach dem dritten gehaltenen Elfmeter des Plaidter Tormanns mit 6:5 nach Elfmeterschießen aus dem diesjährigen Rheinlandpokal aus.

Am Elfmeterschießen liegt es nicht. Da kann man passieren. Ankreiden lassen muss man sich aber die Leistung vor allem nach dem Platzverweis. Hier hätte man das Spiel entscheiden müssen. Irgendwie passt es aber in die Saison 2009/10 der A-Jugend II.

Es ist sicherlich nicht das Schlechteste, dass nun die Winterpause kommt und man den Kopf mal frei von den eher bescheidenen Ergebnissen in der Hinrunde machen kann. Letztlich gilt: Kopf hoch und weitermachen!

Bei Fragen, weiteren Informationen und allem anderen zu den Jugendmannschaften der TuS Koblenz sei Interessierten das entsprechende Forum empfohlen.

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Kommentare

[...] der vierten Runde hatte der FC Plaidt die zweite A-Jugend der TuS Koblenz nach Elfmeterschießen besiegt, so dass am heutigen Abend natürlich eine Revanche aus Koblenzer Sicht fällig sein sollte [...]

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