TuS Koblenz verpasst Sieg in der Lausitz
Am gestrigen Samstag ging es weit weit in den Osten der Bundesrepublik. Mit dem FC Energie Cottbus traf man nach dem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, wobei die Lausitzer eventuell noch gar nicht bemerkt haben, dass sie sich in eben diesem befinden.
Nach dem ich in der Nacht zum Samstag nur kurz gedöst hatte, machte man sich also gegen 2:30 Uhr auf in Richtung Cottbus. Aufgrund der stark verbesserten Wetterlage kam man sogar mehr als pünktlich in der Lausitz an, wenngleich man relativ schnell dazu gedrängt wurde den Bus zu verlassen und sich im frostigen Stadion der Freundschaft niederzulassen. Nachdem ich meine Kamera abgeben musste, da “zu professionell” (in jedem anderen Stadion der zweiten Liga habe ich bislang meine Kamera mitgenommen, also was genau wollt ihr Ullesse?) und mich der scharfen Eingangskontrolle inkl. Ausziehen der Schuhe unterzogen hatte (das betraf alle TuS-Fans!) war ich ehrlich gesagt schon etwas angefressen. Als ich dann sah, dass es durchaus erlaubt war die Kamera mit in den Block zu nehmen (siehe Bilder auf Nordkurve-Koblenz.de) war ich erst mal so frei, mir den Frust mit einem Stadionbier runterzuspühlen. Ich sag nur eins: SCHÄDELBRÄU! Ich hab nach einem halben Lübzer so dermaßen Kopfschmerzen bekommen, Respekt an alle, die das wie Wasser trinken können!
Da wir so frühzeitig vor Ort waren, waren zwei Stunden vor Spielbeginn somit fast mehr Koblenzer im Stadion, als Energie-Anhänger.
Mit der Zeit füllten sich aber auch die Heimränge, wenngleich ich sagen muss, dass ich mir mehr erhofft hatte, aber wir sind es ja auch gewohnt, dass Koblenz als Gastverein jetzt nicht die Massen bewegt.
Vor dem Spiel kam Uwe Koschinat zum Fanbereich und begrüßte die bereits im Stadion Anwesenden. Danke dafür, ist manchmal mehr wert, als große Reden oder schnulzige TV-Interviews!
Das Spiel begann aus Koblenzer Sicht perfekt. Die TuS die kämpferisch bessere Mannschaft und Cottbus in der gesamten ersten Hälfte wie ein Absteiger auftretend. So war die 1:0 Führung durch Edmond Kapllani, der bekanntlich in der Winterpause die TuS verstärkt hatte, vollkommen in Ordnung.
In der Halbzeit muss Peter Wollitz in der Kabine wohl laut geworden sein, da Cottbus stark verbessert in die zweite Halbzeit startete. Die TuS stand zunehmend unter Druck, konnte aber, getrieben von einem hervorragenden Dieter Paucken im Tor, die Führung lange Zeit halten.
Hätte Johannes Rahn vor dem Tor etwas kühler abgeschlossen und wenigstens eine der beiden hochkarätigen Konterchancen zur 2:0 Führung genutzt, wäre das Spiel bereits Mitte der zweiten Hälfte entschieden gewesen. Aber Rahn verpasste die Möglichkeiten und so kam es dann wie es kommen musste. Kurz vor Schluss kassierte die TuS den Ausgleich und musste am Ende sogar mit dem Punkt zufrieden sein, da Cottbus auch nach dem Ausgleich sehr druckvoll agierte und durchaus den Siegtreffer hätte erzielen können.
Nach dem Spiel machte man sich fix auf in Richtung Heimat und kam um kurz vor Mitternacht wieder im schönen Koblenz an. Nette Tour, mit leider viel zu wenigen Koblenzern. Ausreden dominieren, selbst samstags! Schade, schade!
Letztlich eine verpasste Chance dem Abstiegssumpf etwas zu entkommen und den direkten Anschluss an Platz 15 zu ergattern, aber mir macht das Spiel trotzdem Mut. Die TuS ist auf einem guten Weg wieder wirklich konkurrenzfähig zu werden. Die Frage ist nur, ob wir es schnell genug schaffen.
Die Spieltagsdiskussion findet man hier: 21.Spieltag: FC Energie Cottbus – TuS Koblenz
Das nächste Spiel findet am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr daheim gegen den FC Hansa Rostock statt.
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