Der Tag begann früh und nachdem ich mir ein provisorisches Frühstück gegönnt und mir etwas Proviant für die Reise gemacht hatte, ging es dann auch fix ab zum Koblenzer Hauptbahnhof. Meine erste längere IC-Reise stand auf dem Programm. Um 8.48 Uhr ging es also in der Rhein-Mosel-Stadt los. In den Zug eingestiegen und nach einigem Blabla mit den Mitreisenden war die erste Etappe nach Köln dann kurz darauf auch schon beendet. Die 10 Minuten Verspätung, die der Zug bei der Abfahrt ab Köln hatte holte man dann leider nicht mehr auf, so dass der Zug in Hannover verpasst wurde. Glücklicherweise konnte man mit einer alternativen Verbindung relativ zügig weiter in Richtung Hansestadt weiterfahren.
Dort traf man auf Freunde, die man bereits in Koblenz getroffen hatte, die aber via Frankfurt/Main nach Hamburg gekommen waren. Schnell die Sachen in einem Schließfach verstaut und ab ging es in Richtung Landungsbrücken, wo man auf weitere Koblenzer traf. Nach etwas Tratsch machte man sich dann via Reeperbahn auf zum Stadion am Millerntor.

Der Gästeblock war im Sitzplatzbereich gemischt, da der FC St.Pauli so “nett” und “fanfreundlich” war seinen Heimfans auch Gästekarten zu verkaufen. So kam es dann auch, dass im Stehplatzbereich eine Menge an Heimfans unterwegs waren. Mit uns kann man es ja machen. Lächerlich, dass Koblenzer Fans St.Pauli-Fans Karten besorgt haben. Habt ihr überhaupt noch Ehrgefühl?
Dass der Ordnungsdienst auch nur mittelmäßig begabt darin war offensichtliche Heimfans aus dem Block zu leiten, sei hier nur am Rande erwähnt.
Die Aussage “Die sagen, sie sind Koblenzer” bei offensichtlichem Tragen eines St.Pauli-Trikots braucht nicht weiter kommentiert werden. Lächerlich!

Das Spiel selbst entwickelte sich zum Debakel. Ich habe im Freiburg-Gedächtnisstehblock nicht viel vom Spiel mitbekommen, war aber auch irgendwann einfach zu gefrustet, um überhaupt noch zuzuschauen. Nachdem Dieter Paucken einen wiederholten Elfmeter, der eigentlich auch keiner war, hatte ich sogar noch Hoffnung, dass heute etwas gelingen könnte, aber nach dem Doppelschlag vor der Pause und dem erbärmlichen Abwehrverhalten in der zweiten Hälfte war das erste Saisontor von Marvin Pourie nur noch Kosmetik und die TuS Koblenz mit einem 1:6 beim FC St.Pauli unter die Räder gekommen.

Im Voraus habe ich auch gesagt, dass es egal ist, ob man hoch oder knapp verliert, wenn der Einsatz stimmt, die Risikobereitschaft und der Wille. Aber das war rein gar nichts. Das Spiel hätte auch 12:0 ausgehen können. Wirklich peinlich!
Da Rostock gleichzeitig tatsächlich in Kaiserslautern gewann, war es das wohl für die TuS Koblenz und man kann nur hoffen, dass der FSV Frankfurt einen Punkt gegen Augsburg holt, damit das elendige Hoffen endlich vorbei ist!

Wir haben es nicht besser verdient … diese Mannschaftsleistung ist einfach nur blamabel! Mehr dazu an dieser Stelle nicht …

Spielbericht gibt es wie immer bei ..

Es war wirklich ein noch größeres Debakel wie im Hinspiel und das soll bei einer 1:5-Heimniederlage schon etwas heißen …

Ein paar Bilder von meiner Tour zum Millerntor gibt es natürlich auch. Ich wollte eigentlich mehr Bilder machen, aber mir ist dann irgendwann – ich hoffe verständlicherweise – die Lust daran vergangen.

Weitere Bilder aus Hamburg findet ihr wohl in Kürze im Bilderbuch im TuS-Forum.

Das Spiel in Zahlen.

Mannschaftsaufstellung TuS Koblenz

Dieter Paucken – Matej Mavric, Benjamin Lense, Manuel Hartmann, Frank Wiblishauser – Andreas Glockner(Stieber), Everson, Anel Dzaka(Geißler), Emmanuel Krontiris(Bender), – Edmond Kapllani, Marvin Pourie

Torfolge

1:0 42. Takyi
2:0 44. Naki
3:0 57. Takyi
4:0 59. Ebbers
5:0 69. Hennings
6:0 74. Lehmann / Foulelfmeter
6:1 75. Pourie

Alles Weitere zum Spiel findet man auch in der entsprechenden Spieltagsdiskussion im Forum. Dort findet man auch alles rund um die anderen Spiele des 32.Spieltags.

Am kommenden Sonntag geht es dann mit dem letzten Heimspiel dieser Saison gegen den 1.FC Kaiserslautern vor (bislang) fast ausverkauften Haus weiter. Kaiserslautern kann aufsteigen .. und uns damit endgültig absteigen lassen. Toll. Ich freu mich.