Koblenz dreht Spiel gegen Paderborn

Ein Ostersonntag, den man nicht vergessen sollte. Die TuS Koblenz hat zum zweiten Mal in dieser Saison ein Spiel in nur wenigen Minuten gedreht und somit nach dem Sieg gegen Bielefeld erneut aus einer scheinbaren Niederlage noch einen Sieg gemacht.

Der SC Paderborn war relativ früh mit 1:0 in Führung gegangen und irgendwie schienen Zuschauer wie Mannschaft in einem Zustand völliger Leere zu sein. Das Spiel lief und lief und lief und irgendwie konnte man sich dem Eindruck nicht erwehren, dass die Zweitligazeit, bei gleichzeitiger Führung der Rostocker und Frankfurter, vielleicht schon an diesem Tag zu Ende gehen sollte.
Kaum Unmutsäußerugen, sehr verhaltene Stimmung und irgendwie konnte ich bei der gezeigten Leistung nur noch mit dem Kopf schütteln. Einfach nur schlecht und wie ein Absteiger haben wir gespielt. So hat man es eigentlich nicht verdient den Klassenerhalt zu schaffen.

Nichtsdestotrotz leidet man ja mit, hat immer noch irgendwie die Hoffnung, dass vielleicht doch mal ein abgefälschter Ball oder irgendwas in der Art den Weg ins Tor findet. Und so lohnte sich das lange Bangen, Meckern und die Einforderung von mehr Lauf- und Kampfbereitschaft letztlich doch. Edmond Kapllani murmelte den Ball in Minute 69. irgendwie über die Linie. Wie genau interessiert mich nicht. Er war drin und es war geil. Fast ein Gefühl von Erlösung. Und plötzlich war auch die Ruhe im Stadion gewichen. Plötzlich schien es so, als wären die Koblenzer tatsächlich in der Lage das Spiel zu drehen. Und dann schlenzt Daniel Gunkel den Ball per direkten Freistoß ins lange Eck und da war es wieder. Das Gefühl, das jeder Fußballfan so innig liebt. Das kein Fan jemals eintauschen würde. Das Glücksgefühl, nach die eigene Mannschaft innerhalb von nur sechs Minuten einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung verwandelt hat. Ich war zu dem Zeitpunkt auf der Gegengeraden und irgendwie stand man nur noch in den Sitzschalen, klatschte Hände ab, umarmte seine Nebenleute und .. wooow! 2:1!
Da Bielefeld gegen Frankfurt ebenfalls via Doppelschlag mit 2:1 in Führung gegangen war, war die Laune von “eher mies” urplötzlich zu “äußerst erfreut” umgeschwenkt und da war er wieder der Erfolgsfan. :-)
Aber ernsthaft. Die TuS hat dieses Spiel mit einer unterirdischen Leistung, vor allem in Hälfte eins, aber auch in weiten Teilen des zweiten Durchgangs, irgendwie gewonnen.

Umfassendere Spielberichte gibt es unter Anderem hier.

Am Ende zählen nur die drei Punkte, die die TuS nach der Niederlage in Duisburg wieder auf zwei Punkte an die Frankfurter heranbringen. Auf Hansa Rostock bleiben es durch deren Sieg gegen Aachen weiterhin fünf Punkte, aber wirklich aus der Sicht sind sie auch noch nicht.

Nun heißt es einfach gegen Aachen erneut punkten. Es stehen noch heiße Partien gegen St.Pauli und Kaiserslautern an, so dass die Chancen auf Punkte gegen Aachen, den KSC und natürlich den FSV Frankfurt am letzten Spieltag am größten sind.

Bilder vom Spiel TuS Koblenz – SC Paderborn

Weitere Bilder findet man im Bilderbuch zum Spiel im Forum.
Wer Interesse an weiteren Diskussionen zum Spiel hat, dem sei der Spieltagsthread empfohlen. :-)

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Kommentare

[...] dann Eike Mund, der einen direkten Freistoß, in ähnlicher Manier wie Daniel Gunkel am Tag zuvor gegen Paderborn, in die Torwartecke schoss. Der Gästetorwart sah da nicht wirklich gut [...]

[...] Uhr, steht die TuS Koblenz erstmalig im neugebauten Aachener Tivoli, um am 30.Spieltag 2009/10 den Sieg gegen den SC Paderborn mit zumindest einem Punkt in Aachen zu vergolden. Es ist als TuS-Fan aktuell nicht leicht sich auf [...]

[...] vergangenen Freitag Abend stand die TuS Koblenz beim TSV Alemannia Aachen auf der Probe. Der Sieg gegen den SC Paderborn und generell die neun Punkte aus den letzten vier Spielen sollten vergoldet und mit einem Sieg [...]

[...] hoffe. Denn auch nach einem Rückstand, gegen zugegebenermaßen schwächere Teams wie Paderborn, Aachen und Karlsruhe, hat die TuS in der letzten Zeit wieder zurück ins Spiel gefunden. Und [...]

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