Protokoll der JHV des Dachverbands

Am gestrigen Dienstag Abend fand die erste Jahreshauptversammlung des Dachverbands Koblenzer Fanclubs im Königsbacher Brauereiausschank statt. Also genau dort, wo der Dachverband exakt ein Jahr zuvor gegründet worden war.

Zu dieser Mitgliederversammlung wurde seitens des Vorstands bewusst keine “kommerzielle Presse” eingeladen, um einfach eine Versammlung führen zu können, in der man nicht aufpassen muss, am nächsten Tag etwas Unpassendes in einer Zeitung lesen zu müssen.
Ein Treffen von Fans für Fans bzw. DKF-Mitglieder.

Das folgende Protokoll der gestrigen Mitgliederversammlung ist also quasi so etwas wie ein Exklusivbericht, denn es war natürlich jedem Mitglied erlaubt sich Notizen zu machen, aber ich gehe mal davon aus, dass ich die einzige Person neben dem offiziellen Protokollführer war, der sich entsprechende Notizen angelegt hat.

Das Protokoll ist nicht meinungsbildend und ich habe versucht so objektiv wie möglich wiederzugeben, was am gestrigen Abend besprochen wurde. Um mich nicht zu verzetteln werde ich häufiger auf Stichpunktlisten zurückgreifen, da das Besprochene in meinen Augen so greifbarer ist.
Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, so bitte ich um Berichtigung bzw. den entsprechenden Hinweis.

unscharfe Bilder von der Jahreshauptversammlung

Einleitende Worte

Alle Vorstandsmitglieder waren anwesend, der Vositzende Thomas Haacke übernahm die Versammlungsleitung.
Alle anwesenden Mitglieder mussten sich namentlich und mit Fanclubzugehörigkeit in eine Liste eintragen.
Leider waren nicht alle Mitglieder des Dachverbands anwesend. Neben einer offiziellen Abmeldung des TuS-Fanclubs “Zum Sportplatz” fehlten gestern Vertreter der Black Blue Schängel Maifeld, der Karthäuser Löwen und des “Johannes Rahn”-Fanclubs.

Die Cowelenzer Jungz haben sich aufgelöst und sind somit kein Mitglied des Dachverbands mehr. Desweiteren war der Fanclub Kamikaze Koblenz zwar durch den zweiten Vorsitzenden Andreas Stein vertreten, hatte aber keine Stimme, da ein Vorstandsmitglied keine Stimmberechtigung hat.
Vor Versammlungsende verließen desweiteren aus zeitlichen Gründen die Müllemer Junge und die Rhenser Ochsen die Versammlung.
Insgesamt waren 38 Personen anwesend, darunter auch eine Reihe von Einzelmitgliedern.

Jetzt aber genug der Rahmenbedingungen.
Viel Spaß beim Lesen des Protokolls. Ich hoffe, dass ich allen Interessierten einen Einblick in die Jahreshauptversammlung geben kann.

Protokoll der Jahreshauptversammlung nach Tagesordnungspunkten

  1. TOP 1: Eröffnung und Begrüßung der Mitglieder
    • Start 19.15 Uhr
    • Erklärung, dass die drei Vorsitzenden der TuS Koblenz 1911, sowie das Verwaltungsratsmitglied Mario Blinn nicht in ihrer offiziellen Funktion als Vertreter des Vereins TuS Koblenz anwesend sind, sondern als Einzelmitglieder des Dachverbands.
    • Begrüßung mit der Bitte unterstützend zu wirken, falls Fehler auftreten sollten
  2. TOP 2: Feststellung der satzungsgemäßen Einberufung der Mitgliederversammlung

    Thomas Haacke bestätigte die satzungsgemäße Einberufung der Mitgliederversammlung.
    Ende Juli wurde erstmals eingeladen, im August dann noch eine zweite Einladung mit Änderungen an der Tagesordnung verschickt.

  3. TOP 3: Ernennung eines Protokollführers/einer Protokollführerin

    Christian Best (Wilde Wäller) wurde vom Vorstand für das Amt des Protokollführer vorgeschlagen. Die Mitgliederversammlung nahm den Vorschlag einstimmig an. Christian natürlich ebenfalls die Wahl.

  4. TOP 4: Ernennung eines Stimmzählers/einer Stimmzählerin

    Thomas Haacke schlug Thorsten Groschupp (Lahntal Indians) und Uwe Emmerich (TuS-Wadenbeißer) vor, diese erklärten sich bereit und wurden auch einstimmig für dieses Amt für die Dauer der Mitgliederversammlung gewählt.

  5. TOP 5: Erläuterung des Stimmrechts und Bekanntgabe der Stimmanzahl je Mitglied

    Die anwesenden Mitglieder wurden nochmals über die Verteilung der Stimmen pro Mitglied (siehe Satzung) informiert. Es wurde darauf verzichtet laut zu verlesen, welcher Fanclub wie viele Stimmen hat.

    Einzelmitglieder hatten satzungsgemäß kein Stimmrecht.

  6. TOP 6: Bericht des 1. Vorsitzenden

    Thomas Haacke dankte seinen Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit im ersten Jahr, gerade in der ersten Zeit des Bestehens, als der Dachverband, seinen Aussagen nach, doch auf erheblichen Widerstand gestoßen ist.
    Dies hat sich mittlerweile gelegt, so dass der Dachverband als Ansprech- und Diskussionspartner angenommen wird, dass sogar Projekte an den Dachverband herangetragen werden.

    Er erwähnte, dass ich seit kurzem nicht mehr der Vertreter des Inferno Koblenz, sondern nach meinem Austritt aus der Gruppe nun als Einzelmitglied im Dachverband aktiv bin. Mit der Betonung auf “aktiv” bedankte er sich bei mir. (Ist immer blöd, wenn man über sich selbst schreiben muss, aber da ich das Protokoll vollständig halten will, gehört das dann auch dazu!)

    In seinem eigentlichen Bericht sprach Thomas Haacke vor allem über die Aktionen, die der Dachverband im ersten Jahr seines Bestehens durchgeführt hatte, sprach aber im Anschluss auch Projekte an, die noch auf der “Agenda” des Vorstands stehen.

    Hier sein Bericht in Stichpunkten:

    • Nach der angesprochenen etwas schwierigen Findungsphase überreichte DKF-Vorstand eine Empfehlung an Wolfgang Loos, die ihn zum Einsatz für Erhalt der “50+1″-Regelung aufforderte
    • Organisation des Hallenkick im November 2009 in der Sporthalle in Mülheim-Kärlich
    • ausführliches Interview mit Petrik Sander, um den neuen Trainer im Namen der Fans in Koblenz willkommen zu heißen, den Fans den Trainer näher zu bringen
    • Haiti-Spendenaktion, die 2000 Euro einbrachte
    • Versuch der Unterstützung beim Neubau des Jugendumkleidehäuschens auf dem Oberwerth [Prof. Hecker erklärte dort später noch die Problematik], in Zusammenarbeit mit Verein und Jugendförderverein
    • DKF ist Gründungsmitglied der TuS Koblenz Stiftung, da sich die Arbeitsbereiche laut Thomas Haacke durchaus überschneiden können und man so die Zusammenarbeit symbolisieren bzw. fördern wollte
    • Organisation von Fanbussen zu Auswärtsspielen in Aachen und Frankfurt
      Hinweis, dass der Bus nach Aachen zum Teil von der Bitburger Brauerei bezahlt wurde, um günstiger Fahrpreise für die Mitfahrer erzielen zu können. Auch die anderen gefahrenen Busse haben einen entsprechenden Teil vom Sponsoring erhalten.
    • Beteiligung an der Initiative zur Regionalliga Reform 2012, hier allerdings nur als Unterschreiber der Petition und nicht als aktiver Unterstützer, da dies aktuell zu hohen Diskussionsaufwand erfordern würde, um die Ansichten aller DKF-Mitglieder in Einklang zu bringen [Erklärung der Teilnahme wurde erst in der Aussprache in TOP 10 gegeben, ich habe es hier angefügt, da es inhaltlich passt]
    • Kuchenverkauf bei der Saisoneröffnung 2010 der TuS Koblenz. Die kompletten Einnahmen, gut 360 Euro, wurden dem Jugendförderverein gespendet. Die restlichen Kuchen wurden dem städtischen Männerübernachtungsheim gespendet, MAMPF hatte an diesem Abend bereits geschlossen.
    • Heimspielticketing erstmals beim Spiel gegen Bremen II durchgeführt. Widrige Wetterbedingungen, das bislang nicht terminierte Spiel gegen Babelsberg und das etwas kurzfristige Umsetzen einer Idee lassen bei diesem Ticketing auf jeden Fall viel Potential nach oben.

      Langfristiges Ziel soll sein, auch das Auswärtsticketing aus dem Fanmobil herauszuholen, um das in Eigenregie direkt bei den Fans im Stadion durchführen zu können. Zunächst steht aber die Etablierung des Verkaufs von Eintrittskarten für das jeweils kommende Heimspiel auf dem Programm.

    • Erklärung zum Interview mit Wolfgang Loos. DKF wollte Wolfgang Loos die Möglichkeit geben auf kritische Fragen so zu antworten, dass die Wogen geglättet werden könnten. Das heißt authentisch und mit ehrlichen Antworten. Das ging leider in die Hose, da Wolfgang Loos zwar zunächst frei sprach, das Interview im Nachhinein aber massiv bearbeiten ließ, so dass am Ende das wohl bekannte Interview herauskam.

      Für den DKF ist das Thema erledigt, allerdings ist man natürlich etwas enttäuscht darüber, dass es so abgelaufen ist. Negativ für den DKF hat es sich nicht ausgewirkt, da viele positive Wortmeldungen bzgl. der Tatsache kamen, dass man überhaupt ein Interview geführt hat.

    • Kontaktaufnahme zu anderen Dachverbänden und auch zur Koordinationsstelle für Fanprojekte, mit der relativ zeitnah ein Informationstreffen stattfinden soll, um herauszufinden, was für die Installation eines Fanprojektes in Koblenz nötig ist.
      Hier sind keine fixen Aufgaben formuliert worden, sondern der DKF schaut einfach mal, was sich ergibt und was machbar ist.
    • das leidige Thema Optionsvertrag ist doch komplexer, als bei der Gründungsversammlung vor einem Jahr angenommen. Um die Option im Ernstfall übernehmen zu können wird zusätzlich noch eine Absichtserklärung bzw. ein Übergabevertrag seitens des Mittelrhein-Verlages benötigt. Dies ist in Arbeit.
      Damit der DKF, wie gesagt im Ernstfall, 2% der Anteile an der TuS Koblenz GmbH übernehmen kann, wird die Zustimmung des Vereins TuS Koblenz, der TuS Koblenz GmbH und des Mittelrhein-Verlages benötigt. Erst die vierte Partei ist der Dachverband selbst.
      Prof. Hecker warf ein, dass über einen aktuell in der Diskussion befindlichen Vertragsvorschlag noch ausgiebig zu sprechen sei.

    Für die Zukunft gab Thomas Haacke die folgenden Projekte und Aufgaben an, denen sich der DKF widmen möchte

    • Ausbau und Etablierung des Verkaufs von Eintrittskarten im Stadion
    • Unterstützung des Jugendfördervereins
    • Idee, dass das Angebot von 5000 Euro jährlich für ein Fahrzeug (kam nach der Gründung des DKF) für die Zahlung von Leasingraten eines 9-Sitzers des Jugendfördervereins genutzt werden könnte. Verhandlungen und Diskussionen stehen hier noch aus. [Dies kam in der Aussprache unter TOP 10 zur Diskussion, ich habe es nur hier bereits angefügt, dass es passend ist]
    • DKF-Hallentunier im Januar 2011 in Mülheim-Kärlich als Benefizturnier organisiert. Spiel der Lotto-Elf, ggf. ein kleiner Eintritt für Nichtmitglieder.
    • Teilnahme an Vorstandssitzungen der TuS Koblenz, Fragen können von DKF-Mitgliedern über den Vorstand an die Vereinsoberen gestellt werden
    • Dachverband möchte weiterhin eine kritische Stimme gegenüber dem Verein und der GmbH sein
  7. TOP 7: Bericht des Kassierers

    Marco Schnitzler, oder aber einfach nur Bobby, stellte die wirtschaftliche Situation des Dachverbands vor. Durch die relativ überschaubaren finanziellen Aktivitäten des Dachverbands fiel der Bericht erfreulich kurz und verständlich aus.
    Die Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr bis zum 30.Juni 2009.

    • etwa 6000 Euro an Einnahmen, darunter knapp 2000 Euro durch das Hallenturnier, gut 1300 Euro durch Mitgliedsbeiträge und gut 800 Euro Spenden (die genauen Zahlen sind eher irrelevant und von mir deshalb nicht notiert worden)
    • dem entgegen stehen etwas mehr als 4000 Euro Ausgaben, so dass ein Überschuss von etwa 1900 Euro entstanden ist
    • alle Mitgliedsbeiträge wurden von den Mitgliedern gezahlt. Ausnahme ist der TuS-Fanclub “zum Sportplatz”, der um einen Aufschub gebeten hat bis die eigene Mitgliederversammlung abgehalten wurde.
    • Auf Nachfrage seitens eines Vertreters der Rhenser Ochsen, was es mit den Ausgaben für Versicherungen auf sich hat, erklärte Andreas Stein, dass es sich um eine Veranstaltungshaftplichtversicherung handelte, die verpflichtend für die Organisation des Hallenturniers im November 2009 war
  8. TOP 8: Vorstellung des Jahresberichtes des abgelaufenen Geschäftsjahres

    Ich muss gestehen, dass ich hier keine Notizen gemacht habe. Dieser Tagesordnungspunkt muss irgendwie an mir vorbei gegangen sein. :-/

  9. TOP 9: Bericht der Kassenprüfer

    Lutz Müller, Mitglied der Blue Boys Kowelenz, und Nicole Schultes, Mitglied bei PQB, waren als Kassenprüfer berufen worden und Lutz Müller stellte kurz und knapp den Bericht vor.

    Kurzum: Die Kassenprüfer hatten keine Beanstandungen zu machen und schlugen die uneingeschränkte Entlastung vor.

  10. TOP 10: Aussprache

    Während der Aussprache zu Berichten wurde vom Kassierer die Nachfrage nach einem Leasing eines Fahrzeugs für die angesprochenen 5000 Euro jährlich als zu teuer erklärt.
    Man werde hier versuchen einen Weg zu finden, um die Bereitstellung eines weiteren 9-Sitzers für die TuS-Jugend zu unterstützen.

    Auf Nachfrage wird bestätigt, dass der Ticketverkauf im Stadion ab sofort mehr beworben werden soll. Zumindest wird dies ein Anliegen des DKF-Vorstands sein auch im RZ-Heimspiel, wie auf der TuS-Homepage Aufmerksamkeit zu generieren.

    Während dieser Aussprache übergab Thomas Haacke Prof. Hecker das Wort, damit dieser etwas zu den Wirrungen rund um das Jugendumkleidehäuschen sagen konnte.
    Ich werd das in einem separaten Artikel zusammenfassen, da es in meinen Augen dieser Stelle etwas über das Ziel hinaus schießen würde.

  11. TOP 11: Entlastung der Kassenprüfer

    Die Kassenprüfer Nicole Schultes und Lutz Müller wurden einstimmig entlastet.

  12. TOP 12: Entlastung des Vorstandes

    Mario Blinn stellte den Antrag den Vorstand zu entlasten, welcher einstimmig angenommen wurde.

  13. TOP 13: Neuwahl des Jugendvertreters

    Da der Jugendvorstand im abgelaufenen Jahr zurückgetreten war, wurde gestern auch ein neuer Jugendvertreter in den Vorstand gewählt. In der Zwischenzeit wurde das Amt kommissarisch von Marco Schnitzler ausgeübt.
    Thomas Haacke wies darauf hin, dass Kandidaten nur bis zum Beginn der Sitzung aufgestellt werden konnten und dass bereits frühzeitig über die Kandidatur von Marcel Günther von den Lahntal Indians informiert worden war.

    Marcel stellte sich und seine Intention nochmals kurz vor und wurde danach einstimmig zum Jugendvertreter im DKF-Vorstand gewählt. Er nahm die Wahl natürlich an.

    Herzlichen Glückwunsch zur Wahl.

  14. TOP 14: Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

    Dieser Tagesordnungspunkt verursachte etwas Verwirrung, wobei es doch so einfach war.
    Der Dachverband verhandelt aktuell mit der TuS Koblenz, ob es so etwas wie eine Doppelmitgliedschaft geben könnte. Heißt eine Möglichkeit, dass ein Neumitglied sich dazu entscheiden kann direkt Mitglied im Dachverband sowie in der Turn- und Spielvereinigung zu werden.
    Dies könnte unter Umständen über eine Reduzierung der Gesamtkosten für Mitgliedsbeiträge geschehen. Christian Krey stellte als Beispielidee vor, dass ein Neumitglied anstatt 20 Euro für den DKF und 75 Euro für die TuS zum Beispiel nur 85 Euro zahlen müsste.
    Um überhaupt solche Verhandlungen führen zu können, benötigt der Vorstand aber das okay der Mitgliederversammlung, da diese satzungsgemäß bei der Anpassung von Mitgliedsbeiträge, und sei es nur von eventuell zukünftigen, erforderlich ist.

    Die Diskussion drehte sich kurzgefasst um die Fragen:

    • was haben Bestandsmitglieder davon?
    • was ist mit juristischen Personen (Fanclubs, die eingetragene Vereine sind), die Mitglied bei der TuS und im DKF sind/werden?
    • Schürt man nicht Konkurrenz zum Beitritt zu einem Fanclub?

    Die einzelnen Argumente und Fragen lasse ich jetzt mal außen vor, da es meiner Ansicht nach zu viel war ohne dass man wirkliche Argumente gegen diesen Verhandlungsauftrag gehabt hätte. Eher ein wenig unnötige und wahrscheinlich auch ungewollte Panikmache.

    Letztlich wurde der Verhandlungsauftrag als Arbeitsgrundlage für die kommenden Diskussionen und Verhandlungen einstimmig beschlossen.

  15. TOP 15: Satzungsänderungen/Vorschläge des Vorstands
    Christian Krey wies darauf hin, dass das Amtsgericht Koblenz einige Satzungsänderungen angestoßen hat.
    Ich kopiere an dieser Stelle mal die Erklärungen des Vorstands, da ich es nicht besser zusammenfassen könnte.

    § 16 Abs. 3
    Dieser Absatz lässt Anträge auch außerhalb des Tagesordnung unbeschränkt zu. Dies ist nach der aktuellen Rechtsprechung unzulässig, da z. B. bei Satzungsänderungen, Wahlen oder Beitragserhöhungen die vorherige Information der Mitglieder unbedingt notwendig ist. Daher ist nach Auskunft des zuständigen Rechtspflegers der Abs. 3 einzuschränken. Der Vorstand übernimmt die vom Amtsgericht empfohlene Formulierung und bittet die Mitgliederversammlung um Zustimmung, den folgenden Satz an § 16 Abs. 3 anzuhängen:

    (…) Dies gilt nicht für Anträge auf Satzungsänderungen, Beitragserhöhungen oder Wahlen außerhalb des Tagesordnung.

    Ohne Diskussion wurde diese Änderung einstimmig beschlossen.

    Vertretungsberechtigung des Vorstands.

    In der Gründungssatzung findet sich keine abschließende Formulierung die für Außenstehende ersichtlich macht, wer genau vertretungsberechtigt ist. Zwar regelt der § 10 Abs. 2 dass der 1. und der 2. Vorsitzende die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung übernehmen, es wird aber keine Aussage darüber getroffen ob die beiden genannten Personen einzelvertretungsberechtigt oder nur gemeinsamvertretungsberechtigt sind. Konkret bedeutet dies: Kauft der DKF z. B. ein Auto, muss für den Fahrzeughändler aus dem Vereinsregister ersichtlich sein wer mit ihm das Geschäft tätigen darf. Sind die genannten Personen einzelvertretungsberechtigt, genügt es wenn der 1. Vorsitzende oder der zweite Vorsitzende den Kaufvertrag unterschreibt, sind die beiden Personen gemeinsamvertretungsberechtigt, müssen beide Personen den Kaufvertrag unterschreiben.

    Da dieser Punkt bei der Eintragung des Vereins durch das Amtsgericht reklamiert wurde und ohne eine Entscheidung des Vorstands keine Eintragung als Verein erfolgt wäre, hat sich der Vorstand darauf verständigt, dass beide Vorsitzenden einzelvertretungsberechtigt sind. Der Rechtspfleger hat dem Vorstand jedoch mitgeteilt, dass diese Entscheidung des Vorstands der Mitgliederversammlung mitgeteilt werden muss. Um abschließende Rechtssicherheit zu haben, informiert der Vorstand jedoch nicht nur darüber sondern stellt diesen Zusatz zur Abstimmung. Für den Fall dass die Mitgliederversammlung mit der Entscheidung des Vorstands nicht einverstanden ist, ist die Entscheidung des Vorstands nachträglich zu genehmigen und die Satzung im Anschluss dahingehend zu ändern, dass die beiden Vorsitzenden nur gemeinsamvertretungsberechtigt sind.

    Nach einer kurzen Diskussion wurde darüber abgestimmt, ob die aktuell vom Vorstand eigenständig gewählte Regelung, dass der erste sowie der zweite Vorsitzende einzelvertretungsberechtigt sind, mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen angenommen.

    Delegierten der Mitglieder bei der Mitgliederversammlung.
    Unsere Satzung trifft keine Aussage darüber, wer Delegierter sein kann und wer nicht. Grundsätzlich sehen wir eigentlich keinen Handlungsbedarf diesen Punkt in irgendeiner Form zu reglementieren, da es sich jedoch um eine Empfehlung des Amtsgerichts handelt möchten wir auch dieser Empfehlung unbedingt folgen. Konkret reklamiert der Rechtspfleger folgende Punkte: Wer bestimmt die Delegierten? Kann der Vorstand/die Mitgliederversammlung einzelne Delegierte zurückweisen? Welches Alter müssen die Delegierten haben? Welche Amtsdauer haben die Delegierten?

    Der Vorstand beantragt demnach folgende Satzungsänderung. Unter § 15, Abs. 6 soll der Punkt c) zu d) und der Punkt d) zu e) werden. Der neue Punkt c) soll lauten:

    Die Mitglieder bestimmen Ihre Delegierten selbst. Die Amtsdauer ist auf die jeweilige Mitgliederversammlung beschränkt. Es gibt kein Mindestalter für die Delegierten der einzelnen Mitglieder, vielmehr hat das Mitglied dafür Sorge zu tragen dass die/der Delegierte die Meinung des Mitglieds in ausreichender Weise vertritt. Weder der Vorstand des DKF noch die Mitgliederversammlung können einzelne Delegierte zurückweisen. Sollte sich das Mitglied nicht auf die gemäß Satzung zustehende Anzahl an Delegierten einigen können, werden die unbesetzten Stimmen als Stimmenthaltungen gewertet.

    Nach einer kurzen Diskussion wurde ein Vorschlag von Norbert Grass (TuS Schängel) angenommen, dass die stimmberechtigten Mitglieder des Dachverbands mit der Einladung zur Mitgliederversammlung die ihnen zustehende Anzahl von Delegiertenausweisen, Stimmkarten, wie auch immer man es nennen mag, zugeschickt bekommt. Ein Fanclub muss mindestens mit der Anzahl der zugeteilten Stimmen anwesend sein, um von allen Stimmen Gebrauch machen zu können.

    Beispiel:
    Mitglied A erhält aufgrund seiner Mitgliederstärke 3 Stimmen.
    - DKF schickt mit Einladung drei Stimmkarten an Mitglied A
    - kommt Mitglied A mit 3 oder mehr Personen zur Versammlungist es kein Problem
    - kommt Mitglied A aber nur mit 2 Personen zur Versammlung, so verfällt die dritte Stimme

    Die Diskussion war etwas wild, so dass ich hier nicht auf alle Ideen und Vorschläge eingehen will. Positiv zu vermerken war, dass auch die TuS Koblenz-”Prominenz” sich aktiv an den Diskussionen zum Wohle des Dachverbands beteiligten.

    Der oben genannte Vorschlag wurde bei drei Enthaltungen angenommen.
    Die endgültige Formulierung liegt mir nicht vor, so dass man da auf die Veröffentlichung der neuen Satzung warten muss.

    Anzahl der Stimmen pro Mitglied
    Jeder Fanclub hat ein, anhand seiner gemeldeten Mitgliederstärke festgelegtes, Stimmrecht. Maßgeblich ist die Meldung der Mitgliederzahlen zur Beitragsberechnung zum Ende eines jeden Geschäftsjahres.

    Diese Anpassung soll verhindern, dass Fanclubs, die Mitglied im DKF sind, beim Einzug der Beiträge ihre Mitgliederzahl reduzieren, um Geld zu sparen, vor der Mitgliederversammlung diese Zahl dann aber wieder erhöhen, um mehr Stimmen, heißt mehr Einfluss zu haben.

    Dieser Vorschlag des Vorstands wurde einstimmig angenommen.

  16. TOP 16: Satzungsänderungen/Anträge von Mitgliedern

    Auf Antrag von Olaf Bückner (TuS-Wadenbeißer), der selbst im satzungsgemäßen Beirat des Dachverbands saß, wird der §19 der Satzung ersatzlos gestrichen. Hintergrund ist, dass der Beirat keinerlei praktische Bedeutung im ersten Jahr des Bestehens des DKF gezeigt hat und eine Streichung dieses “Vereins im Verein”, wie es so schön formuliert wurde, zur Reduzierung von Bürokratie dient.

    Die Bildung von Ausschüssen, wenn man sie denn benötigt, ist bereits in der Satzung geregelt und ist auch laut dem Antragsteller die klar bessere Möglichkeit den Vorstand bei der Arbeit zu unterstützen.

    Der Antrag wurde ohne große Diskussion einstimmig angenommen.

  17. TOP 17: Aussprache/Verschiedenes

    In der abschließenden Aussprache dankte ich zum Einen dem Vorstand für seine, in meinen Augen, hervorragende und vorbildhafte Arbeit im ersten Jahr, und forderte zum Anderen mehr Engagement und Aktivität seitens der anderen Mitglieder des Dachverbands.
    Ich sprach die sehr Umsetzung zweier Vorschläge (Putzen der Südtribüne, Heimspielticketing) an und wies darauf hin, dass der Dachverband mehr Macht und Einfluss hat bzw. haben kann, als vielen bewusst ist.
    Nicht allein die Tatsache, dass der gesamte aktuelle Vorstand der TuS Koblenz, sowie ein Verwaltungsratsmitglied, jeweils als Einzelmitglieder beigetreten sind, zeigt ja, dass der Dachverband keine unwichtige Position im Umfeld der TuS Koblenz eingenommen hat .. und das nach erst einem Jahr der Arbeit.

    Der erster Vorsitzender Thomas Haacke übernahm dankend diese Forderung nach Aktivität und Mitarbeit und hofft auf Besserung in der Zukunft, da das fehlende Feedback seitens der DKF-Mitglieder auch nicht spurlos an den Vorstandsmitgliedern vorbei geht.
    Wenn man nicht merkt, dass das, was man tut, angenommen wird oder Interesse findet, dann ist die Arbeit nicht gerade erleichtert, da man sich automatisch fragen muss, warum man das eigentlich tut, was man tut.
    In diesem Sinne wurde die Hoffnung ausgesprochen, dass mit vielen Ideen und mehr Aktivität noch bessere Arbeit abgeliefert werden kann, als es bislang schon der Fall ist.

    Ein weiteres Thema war das soziale Engagement für MAMPF, denen es ja bekanntlich aktuell nicht besonders gut geht.
    Es wurde aber letztlich nur darüber gesprochen, dass man versuchen will als “TuS Fans” und nicht als Dachverband aufzutreten. Konkrete Gespräche wurden angekündigt. Mehr will ich an dieser Stelle mal nicht schreiben, da so etwas nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden sollte, sondern lieber erstmal in Ruhe und mit Sorgfalt.

    Fakt ist aber auch, dass das Interesse groß war sich sozial in der eigenen Stadt zu engagieren. An dieser Stelle dafür ein völlig subjektives Lob von meiner Seite aus!

    Die Versammlung wurde um 21:50 Uhr geschlossen.

Das war es. Mein inoffizielles Protokoll der Jahreshauptversammlung des Dachverbands Koblenzer Fanclubs aus dem Jahr 2010. Ich hoffe, dass ich nicht zu viel durcheinander geworfen oder gar grobe Schnitzer eingebaut habe.

Bei Fragen könnt ihr diese jederzeit im neuen Forum des Dachverbands stellen. Dafür müsst ihr auch nicht angemeldet sein.
Alles rund um die Jahreshauptversammlung findet ihr dort im entsprechenden Diskussionsthema: Jahreshauptversammlung 2010

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