Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern II
Nachdem ich die letzten Pressekonferenz nicht zusammengefasst habe, gibt es heute wieder den gewohnten Artikel zur Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Bayern München II.
Wie immer hat die RheinZeitung auch dieses Mal wieder ein entsprechendes Video von der Pressekonferenz vom gestrigen Donnerstag online zur Verfügung gestellt.
Vorabinformationen von Julian Turek
- Wie gewohnt wird es den eingeschränkten Park&Ride-Service von der Karthause aus in Richtung Stadion geben.
- Der Schiedsrichter der Partie gegen die Bayern II wird Marcel Unger sein.
Danach hatten die Medienvertreter die Chance Petrik Sander und Wolfgang Loos Fragen zu stellen.
Frage
Hat die Mannschaft nach Erreichen des Pokalfinals nun den Ansporn die Spannung für die letzten drei Ligaspiele hochzuhalten oder sehen sie es sogar als problematisch an, weil das Finale erst zwei Wochen nach Ligaende stattfindet?
- Petrik Sander sagt, bevor er die Frage(n) beantwortet, dass er nun auf unterschiedlichen Dinge antworten muss und dass es wohl auch etwas länger dauern wird.
- Er sagt, dass Pokal und Liga zwei unterschiedliche Wettbewerbe sind und dass es im Rheinlandpokalspiel gegen Wirges schlicht und ergreifend um das Weiterkommen gegangen ist. Nicht um Schönheitspreise, wenngleich er sich etwas mehr “Abgezockheit” gewünscht hätte, so dass man das Spiel mit einem 2:0 hätte lockerer nach Hause bringen können.
- Für ihn ist wichtig, dass man im Pokalfinale steht und dass man es besser gemacht hat als andere Drittligisten, die in ihren jeweiligen Verbandspokalen bereits ausgeschieden sind. Als Beispiele nennt er Jena, Offenbach und Burghausen.
- Er sieht es als positiv für Verein, aber auch für die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler, an Verbandspokalsieger werden zu können.
- Dass der Sieg gegen Wirges irgendwelche Auswirkungen auf das Spiel gegen den FC Bayern München II hat, kann er sich nicht vorstellen, da Pokal und Liga einfach zwei komplett unterschiedliche Dinge sind.
- Sander sieht die TuS Koblenz am kommenden Samstag erstmalig als absoluten Favoriten gegen den bereits abgestiegenen Tabellenletzten an, was das Ganze natürlich nicht einfacher macht.
- Er verweist nochmals darauf, dass die Verletzungsmisere der TuS weiterhin nicht ausgestanden ist, obwohl aktuell keiner mehr so wirklich darüber spricht. Aktuell fehlen erneut sieben Spieler.
- Sander warnt davor, dass die Zuschauer im Stadion nur darüber diskutieren wie hoch der Sieg ausfallen wird. Er hofft auf Geduld seitens des Publikums und ist davon überzeugt, dass die Mannschaft das dann auch zurückzahlen wird.
- Danach spricht er die Terminierung des Pokalfinalspiels an, welche er bewusst als skandalös bezeichnet.
- Er argumentiert damit, dass seiner Ansicht nach dieser Termin eine absolute Wettbewerbsverzerrung im aktuellen Pokalwettbewerb darstellt. Für beide Mannschaften (Trier und Koblenz) geht es in ihren jeweiligen Ligen um gar nichts mehr, obwohl Trier bei 12 Punkten Rückstand auf Müster und fünf Spielen zu gehen zwar theoretisch noch aufsteigen kann, praktisch aber nicht.
- Er bemängelt weiter, dass die Regenerationsphase der Spieler unterbrochen wird, wenn das Finale am 1.Juni 2011 stattfinden würde.
- Für ihn gibt es keinen Grund das Finale nicht vorzuziehen. Der Hinweis auf den Rahmenspielplan ist für ihn unsinnig, da seiner Ansicht nach der Rahmenspielplan durchaus auch mit Verantwortlichen der Vereine besprochen werden sollte, die solche Terminierungen auch betreffen.
- Etwas provokant fragt er, was er denn mit seinen Spielern in den 14 Tagen zwischen letzten Ligaspiel und Pokalfinale machen soll und verweist darauf, dass Trier bis zum 28.Mai im Ligaalltag steckt und somit direkt weiterspielen kann, die TuS aber genau in der Regenerationsphase und kurz vor der Vorbereitung auf die kommende Saison steckt.
- Er appelliert an die Verantwortlichen vom Fußballverband Rheinland, dass man den Termin eventuell doch noch so legen kann, dass beide Seiten zufrieden sind und die Wertigkeit des Pokals auch erhalten bleibt.
- Er betont, dass er es nicht für wichtig hält, dass man das am höherklassigen Verein ausrichtet, fragt aber gleichzeitig, warum es zum Beispiel der Württembergische Fußballverband das Finale am 11.Mai spielen zu lassen oder auch der Hessische Fußballverband, dessen Finale am 10.Mai zwischen dem SV Wehen-Wiesbaden und dem KSV Hessen Kassel stattfindet, obwohl beide zu diesem Zeitpunkt noch voll im Aufstiegskampf stecken.
Frage an Wolfgang Loos
Denken sie, dass bei den Verantwortlichen noch ein Umdenken stattfindet?
- Wolfgang Loos sagt, dass er am Mittwoch mit dem Präsidenten des FV Rheinland gesprochen und ihn darum gebeten hat nochmal über den Termin nachzudenken.
- Er denkt, dass er das auch tun wird, weil die Argumentation, wie sie Petrik Sander zuvor dargelegt hat, in seinen Augen schlüssig und nachvollziehbar ist.
Frage
Für die TuS Koblenz hat dieser Termin auch wirtschaftliche Konsequenzen, oder?
- Wolfgang Loos bestätigt das und erklärt, dass die entsprechenden Lizenzauflagen bis zum 1.Juni um 15:30 Uhr beim DFB eingereicht werden müssen. Wenn das Spiel um 19:30 Uhr stattfindet kann er die, durch einen eventuellen Pokalgewinn und damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal, zusätzlichen Einnahmen nicht im Etat mit einplanen, was für den Erhalt der Lizenz natürlich schlecht wäre.
- Das betrifft laut Loos übrigens auch Eintracht Trier, da auch der Regionalligist seine Lizenz bis zum 1.6. einreichen (Lizenz einreichen erscheint mir irgendwie falsc formuliert?) müssen. Sollte also Trier gewinnen könnten auch die Moselaner die Zusatzeinnahmen nicht im Lizenzierungsverfahren nutzen.
- Auf Nachfrage sagt Wolfgang Loos, dass es sich bei den Zusatzeinnahmen um 150.000 bis 200.000 Euro handelt, was sowohl für einen Regionalligisten wie auch für einen Drittligisten eine Menge Geld im Lizenzierungsverfahren darstellt.
Frage
Ist schon bekannt, wo das Spiel stattfinden wird?
- Wolfgang Loos bestätigt das Gerücht, dass das Pokalfinale in Mayen stattfinden soll bzw. wird.
- Am 4.Mai um 11:00 Uhr wird es eine Sicherheitsbesprechung in Mayen geben. Loos spricht zwar einmal vom “nächsten Mittwoch” und einmal vom “3.Mai”, aber da die Trierer ja auch vom 4.Mai gesprochen haben, wird er sich da nur vertan haben.
Frage an Petrik Sander
7 Verletzte. Sie haben André Hahn dazugezählt. Was hat er?
- Sander sagt, dass André Hahn muskuläre Probleme im Oberschenkel hat und demnach am Samstag auch nicht spielen wird.
- Er betont, dass es eine klare Folge der Überbelastung ist. Er sagt nochmals, dass er die Spieler ja gerne langsam aufgebaut hätte, aber dass das in Koblenz eben nicht möglich ist.
- Auf Nachfrage bestätigt Petrik Sander, dass Marcus Steegmann, der ja auch in Wirges schon wieder spielen konnte, auch gegen die Bayern zum Einsatz kommen wird.
Frage
Denken sie, dass die unklare Vertragssituation bei der TuS eventuell Auswirkungen auf die Leistungen der Spieler in den verbleibenden Spielen hat?
- Ein typischer Sander: :-)
Wenn es so wäre, müsste man damit leben.
- Seiner Ansicht nach könnte man aber die Spieler auch nicht in die Pflicht nehmen, sondern die Schuld daran muss man bei sich selbst, also beim Verein suchen.
- Natürlich hat Sander gewisse Vorstellungen und Wolfgang Loos hat auch schon entsprechende Gespräche geführt, allerdings sind bekanntermaßen Vorstellung und Umsetzung unterschiedliche Dinge.
- Für ihn wäre es ganz normal, wenn Spieler in der aktuellen Situation mit anderen Vereinen in Kontakt stehen würden und er findet es erstaunlich, dass genau das aktuell anscheinend nicht passiert.
- Auf Nachfrage, ob er denn entsprechende Anzeichen gespührt hat, verneint Sander das und betont, dass er genau das als so positiv an seiner Mannschaft ansieht.Anmerkung von mir: Dann steht Manuel Hornig wohl noch nicht in direktem Kontakt mit dem 1.FC Saarbrücken.
- Er fragt aber auch, wie lange die Spieler noch warten sollen, um sich um die eigene Zukunft zu kümmern.
Frage
Wie sieht es denn mit ihrem Vertrag in Koblenz aus? Hat man sich schon mit ihnen zusammengesetzt?
- Sander sagt, dass es keine Frage des “nicht miteinander Sprechens” ist, sondern dass es um die Inhalte geht.
- Er sagt etwas flapsig, dass man sich nicht zusammensetzen muss, wenn man sich nichts Neues zu sagen hat.
- Auf Nachfrage, warum er denn noch so gut gelaunt ist, lacht Sander und antwortet, dass er ja nicht viele Alternativen hat.
- Er sagt, dass er so etwas noch nicht erlebt hat, aber dass sich diese Situation nur in eine Vielzahl von Dingen einreiht, die er noch niemals – bevor er zur TuS kam – erlebt hat.
- Er macht klar, dass er gerne Trainer in Koblenz bleiben würde, allerdings müssten dafür einige Voraussetzungen geschaffen werden. Und genau daran hängt es aktuell, dass diese Voraussetzungen aktuell bzw. bislang einfach nicht geschaffen werden können bzw. konnten.
Frage
Schmeichelt es ihnen, dass sie parallel zur Arbeit in Koblenz bereits woanders gehandelt werden?
- Petrik Sander fragt nach, wo er denn gehandelt würde.
- Auf die Antwort “in Leipzig” entgegnet Sander, dass in Leipzig wohl jeder gehandelt wird.
- Er ergänzt, dass das auch nichts mit Schmeicheln zu tun hat, sondern dass es ja völlig normal ist, dass sich andere Vereine Gedanken machen.
Frage
Haben sie die Befürchtung, dass die Mannschaft die Bayern auf die leichte Schulter nehmen könnte?
- Nein.
- Sander betont zum wiederholten Male, dass er charakterlich nur Positives zur Mannschaft sagen kann.
- Seine Mannschaft will neben und auf dem Platz gut geführt werden, braucht ab und an mal einen Tritt in den Hintern und eine harte Ansage, aber dann marschiert die Mannschaft auf dem Platz.
- Er betont nochmals, dass Bayern II aber kein Fallobst ist, nur weil sie bereits als Absteiger feststehen.
- Er sagt, dass Bayern II eventuell auch die Qualität der dritten Liga unterschätzt hat. Er erwähnt aber auch Steffen Wohlfarth und Deniz Yilmaz, der jetzt immerhin zum 1.FSV Mainz 05 wechseln wird.
- Sander macht klar, dass am Samstag gut ausgebildete Spieler im Oberwerth auf dem Platz stehen werden
- Für ihn ist das Wichtigste, dass man nicht so viel über Bayern München nachdenkt, sondern sich auf seine eigenen Stärken besinnt, also mit körperlicher Robustheit auf dem Platz zur Sache geht.
Frage
Stefan Haben, Michael Stahl und Oliver Laux saßen in Wirges zu Beginn auf der Bank. Gehören sie am Samstag wieder zur Stammelf?
- Petrik Sander erläutert, dass man den Spielern eine Pause geben wollte, um Verletzungen wie bei André Hahn nun aufgetreten zu vermeiden.
- Er verweist darauf, dass zum Beispiel ein Michael Stahl noch nie in seinem Leben so viele Spiele am Stück über 70-90 Minuten gespielt hat und ein Oliver Laux in der Vergangenheit häufig verletzt war.
- Natürlich wollen die Spieler gar nicht, dass man sie bremst, aber Sander sagt, dass das absolut notwendig ist, um eben Verletzungen vorzubeugen.
Frage an Wolfgang Loos
Können sie nähere Informationen zu den Lizenzauflagen geben?
- Wolfgang Loos verneint und sagt, dass er in diesen Dingen sehr konservativ ist.
- Wie quasi immer ist noch die ein oder andere wirtschaftliche Hürde bis zum 1.Juni zu nehmen.
- In der kommenden Woche gibt es noch eine Aufsichtsratssitzung, in der die nötigen Maßnahmen besprochen werden.
Frage
Spielt das Thema Stadion diesbzgl. auch eine Rolle?
- Wolfgang Loos verneint und sagt, dass das Stadion für den Erhalt der Lizenz nicht von so großer Bewandnis ist, wie in der zweiten Liga.
- Er ergänzt, dass es ja nur um Mehreinnahmen geht, wenn man den Umbau des Stadions anspricht.
- Natürlich bleibt er bei dem Standpunkt, dass ein Stadionumbau oder -neubau zur Generierung von Mehreinnahmen unerlässlich ist.
- Zuletzt gibt es noch einen Seitenhieb auf die Aussage des Oberbrgermeisters bei der Mitgliederversammlung bzgl. der Umbaumaßnahmen im Bereich des Stadion Oberwerths
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