Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Wehen
Vor dem letzten Auswärtsspiel der TuS Koblenz in dieser Saison fand natürlich wieder die wöchentliche Pressekonferenz statt und die RheinZeitung hat wie gewohnt das entsprechende Video online zur Verfügung gestellt.
Nachdem auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Bayern München II mehr über die Zukunft der TuS Koblenz gesprochen wurde, als über das anstehende Spiel, gab es auch heute wieder eher mehr Fragen zum “Drumherum”, als zur, für die TuS Koblenz sportlich bedeutungslosen Partie gegen den SV Wehen-Wiesbaden. Grund dafür war natürlich der am Dienstag angekündigte Rückzug des Mittelrhein-Verlags als Teilhaber an der TuS Koblenz GmbH.
Vorabinformationen von Julian Turek
- Es gibt noch einige wenige freie Plätze im DKF-Fanbus nach Wiesbaden.
Ich möchte noch hinzufügen, dass es auch noch Sonderzugkarten gibt, die am Samstag Morgen auch noch direkt am Hauptbahnhof verkauft werden solange der Vorrat reicht.
Frage an Petrik Sander
Wie bewerten sie die Pokalfinalansetzung was Termin und Ort angeht?
- Petrik Sander sagt, dass er die Ansetzung jetzt nicht bewerten möchte, wobei er natürlich froh ist, dass der Termin vorgezogen wurde, wobei die Gründe dafür andere sind, als die auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayern II eigentlich wichtigen.
- Er will das Wort an Wolfgang Loos weitergeben, wird aber vom fragenden Reporter darauf hingewiesen, dass die Frage rein sportlich gemeint war.
- Sander sagt, dass die Vorverlegung für die TuS natürlich positiv ist, sagt aber nicht mehr dazu, sondern verweist auf den “Beigeschmack”.
Die Frage wird also an Wolfgang Loos weitergereicht.
- Dieser sagt, dass am gestrigen Mittwoch bei der Sicherheitsbesprechung in Mayen etwa 50 Leute in Mayen gewesen sind. Er findet es sehr enttäuschend, dass es dort primär um Sicherheitspolitik ging und dass der sportliche Teil durch die “randalierenden Fans” in den Hintergrund gerückt wird.
- Der Spielort im Nettetalstadion in Mayen ist aus diesen sicherheitspolitischen Gründen dann letztlich nicht durchsetzbar gewesen.
- Danach wurde als Alternative noch über den Austragungsort Apollinaris-Stadion in Bad Neuenahr gesprochen, was aber seitens der Polizei ebenfalls, aus Sicht von Wolfgang Loos zurecht, abgelehnt wurde.
- Somit blieben nur zwei Spielorte, das Moselstadion in Trier und das Stadion Oberwerth, übrig, so dass der Endspielort hätte gelost werden müssen.
- Aufgrund der Tatsache, dass es im Stadion Oberwerth aber ab dem 16.Mai aufgrund von Umbaumaßnahmen vorübergehend kein fließendes Wasser mehr gibt ist das Stadion Oberwerth aber nicht realisierbar gewesen, so dass sich letztlich für das Moselstadion in Trier entschieden wurde.
- Loos deutet an, dass die Umbaumaßnahmen weitere Probleme aufrollen, da die Mannschaft aktuell auch nicht weiß, wo sie trainieren, sich umziehen oder ihre Wäsche waschen soll.
- Der neue Termin, der 25.Mai, kam dann, so Loos, als einzige Alternative in Betracht, weil es eben randalierende Fans gibt, die den Höhepunkt Pokalfinale zum Saisonende kaputt machen. Desweiteren nennt er als Grund für den Termin das Stadion(?).
- Als Abschluss tritt er nochmal in Richtung Stadt nach, in dem er anmerkt, dass man seit vier Jahren immer etwas aufgetischt bekommt, aber nicht das Richtige, womit er natürlich auf ein modernisiertes oder gar neues Stadion eingeht.
An dieser Stelle sei nochmals auf die Videos zu den Redebeiträgen von Hecker, Hofmann-Göttig, Twer und Loos auf der Mitgliederversammlung hingewiesen.
- Er endet mit dem Hinweis darauf, dass die Trainingsbedingungen bis zum Pokalfinale für die Mannschaft durchaus problematisch sind.
Frage an Wolfgang Loos
Wie bewerten sie die neue Situation nach dem Rücktritt ihres Hauptgesellschafters?
- Loos sagt, dass er die Situation nicht zu bewerten hat, da er ab dem 1.7.2011 keinen Vertrag mehr hat.
- Die Bewertung ist Sache des Hauptgesellschafters, nämlich des Präsidiums. In seinen Augen steht es ihm nicht zu das zu bewerten solange er keinen neuen Vertrag hat.
Der fragende Journalist konkretisiert die Frage, in dem er sagt, dass es ihm darum geht, dass viele Leute nun denken, dass “alles zusammenbricht”, wenn sich Herr Twer und der Mittelrhein-Verlag zurückziehen.
- Wolfgang Loos antwortet leicht genervt, dass man es schon verstehen müsse, dass er nicht über die Zukunft eines Vereins sprechen kann, bei dem er nicht angestellt ist.
- Er fragt durchaus angefressen
Sind sie so weltfremd, dass sie gar nicht wissen wovon jemand redet, der heute am 5.Mai noch hier ist und am 1.7. nicht mehr da ist?
und fügt hinzu, dass die Entscheidungsträger nun die Entscheidungen treffen müssen “und nicht der, der keine Entscheidung mehr zu treffen hat”.
- Er macht klar, dass er natürlich bis zu seinem Vertragsende weiter mit vollem Engagement bei der Sache sein wird, aber dass er keine perspektivischen Entscheidungen treffen kann, wenn er selbst keine Perspektive bei der TuS Koblenz hat!
Frage
Sind sie nicht eingebunden in neue Gespräche mit möglichen neuen Investoren, Interessenten, Sponsoren?
- Von der bohrenden Frage offensichtlich genervt antwortet Loos
Sagen wir mal so, ich bin informiert!
Frage an Petrik Sander
Die Favoritenrolle ist vor dem Spiel klar. Die TuS kann Wehen in die Suppe spucken. Wie bewerten sie die Situation?
- Sander überlegt und sagt dann, dass es “unter normalen Umständen eine sehr reizvolle Aufgabe” wäre.
- Er sagt, dass die TuS Koblenz natürlich eine Verantwortung gegenüber allen Mannschaften, die noch um den dritten und vierten Platz kämpfen hat und dass man natürlich auch die eigenen Auswärtsleistungen im letzten Auswärtsspiel der Saison bestätigen will.
- Er betont, dass die aktuell schwierige Situation nicht spurlos an einem vorüber geht, ergänzt aber gleich, dass das auch nicht als Alibi für eine ggf. schlechte Leistung gelten darf.
- Er sieht das Spiel in Wehen für jeden Spieler als Chance an nochmal eine Duftmarke zu setzen und im Blick der Öffentlichkeit zu stehen. Danach kommt ein wichtiger Satz!
[..] und sich, wenn schon nicht für hier, dann vielleicht für andere Vereine zu empfehlen. Da spielt dann auch teilweise jeder so ein bisschen für sich.
Er erklärt, dass genau das das Ganze schwieriger machen kann, weil gerade die mannschaftliche Geschlossenheit das große Plus der TuS Koblenz in dieser Saison war.
- Sander sagt, dass er den Hut vor der Mannschaft ziehen muss, weil das Team die Situation so anpackt, wie sie sie anpackt. Er konkretisiert es und sagt, dass er vollkommen überrascht ist, dass noch kein einziger Spieler gesagt hat, dass die TuS Koblenz in der kommenden Saison keine Alternative für ihn sei, wobei es natürlich entsprechende Gespräche, auch vertrauliche Gespräche gegeben hat.
- Fast etwas sprachlos lobt er nochmals den Zusammenhalt der Spieler und scheint recht pessimistisch zu sein, als er sagt, dass er denkt, dass ein Auseinanderbrechen der Mannschaft ein heftiger Nackenschlag für jeden Beteiligten und natürlich auch den Verein wäre.
- Sander sagt, dass er schon traurig darüber ist, wie das alles in Koblenz gelaufen ist.
Frage
Ist es das “in der Luft hängen” was am stärksten an den Personen zehrt?
Die Frage ist an Petrik Sander gerichtet, aber Wolfgang Loos ergreift das Wort. Sander schmunzelt dabei nur.
- Loos sagt, in einem sehr angenervten Ton:
Ja. So ist es. Genau so ist es. Da braucht er das nicht sagen. Da sag ich es. Genau so ist es!
Frage
Haben sie die Befürchtung, dass sich einige Spieler bald gegen die TuS entscheiden?
- Sander sagt, dass sie sich entscheiden müssen und fragt wie lange die Spieler denn noch warten sollen?
- Natürlich planen auch andere Vereine und geben gewissen Spielern Zeitspannen, in denen sie sich für oder gegen das Angebot entscheiden müssen.
- Laut Sander hat er eine gewisse Verantwortung für die Spieler, die hier sind und die die eventuellen kommen, so dass er nicht sagen kann “alles wird gut, in der kommenden Saison arbeiten wir hier zusammen”, nur um dann später doch sagen zu müssen, dass es nicht geht.
- Er findet es frustrierend, dass ihm so die Hände gebunden sind.
Wolfgang Loos unterbricht erneut …
- .. und sagt, dass die Entscheidung darüber aber nicht beim Trainer liegen, sondern ausschließlich beim ihm. Der Trainer kann nur damit arbeiten, was er vom Geschäftsführer bekommt und das ist aktuell nichts.
- Loos sagt, dass er mit allen Spielern gesprochen hat und ihnen erklärt hat, wie die aktuelle Situation ist. Dementsprechend findet er es respektabel, dass sich noch nicht einige Spieler gegen die TuS entschieden haben. Ob es daran liegt, dass sie keine Angebote haben oder sich hier wohlfühlen lässt er dabei bewusst unbeachtet.
Das Video unterbricht an dieser Stelle kurz (Grund ist mir unbekannt) und es wird die gestellte Frage des Journalisten eingeblendet.
Frage an Petrik Sander
Vertragssituation einzelner Spieler und dem Umgang mit einer solchen Situation.
- Sander sagt, dass die Spieler aktuell in Koblenz wissen, was sie für Trainingsbedigungen, was sie für ein Stadion, was sie für einen Trainer haben. Bei einem Wechsel ist es immer ein Schritt ins Ungewisse, in den die Spieler seiner Ansicht nach fast schon getrieben werden.
- Er erklärt, dass die Spieler ja auch eine Entscheidung treffen müssen, damit sie am 1.7. weiter Fußball spielen können. Natürlich ist das bis zu einem gewissen Punkt hinauszögerbar, aber irgendwann muss man die Entscheidung treffen. Für Sander ist dieser Zeitpunkt bald gekommen.
Frage
Und wann ist bei ihnen der Zeitpunkt der Entscheidung gekommen?
- Petrik Sander denkt nach und sagt dann, dass er es mit den gleichen Worte wie Wolfgang Loos sagen kann “ich bin informiert”.
- Auf Nachfrage, ob die Entscheidung, die er aus den Informationen ableiten will und muss, schon gefallen ist, verneint Petrik Sander.
Frage
Tobias Bauer hat sich verletzt. Stimmt das?
- Ja.
- Auf Nachfrage bestätigt er einen Bänderriss.
Frage
André Hahn sagt, dass er wieder dabei sein kann, ist das so?
- Sander nickt nur leicht und lacht.
- Danach sagt er, dass es genau das ist, wie die Mannschaft tickt. André Hahn hätte seine Verletzung jetzt auch auskurieren können, um die schwierige Situation bei der TuS erstmal auszusitzen, aber er und die anderen Spieler auch wollen spielen.
Frage
Wer steht am Samstag im Tor?
- Darüber ist noch nicht entschieden worden.
- Sander betont, dass es ihm wichtig ist, dass bei solchen Fragen auch immer der entsprechende Trainer, in dem Falle Peter Auer, mit einbezogen wird.
Frage
Ansonsten ist niemand von der Verletztenliste verschwunden?
- Johannes Rahn hat leicht mittrainiert, aber es wäre laut Sander ein medizinisches Wunder, wenn er schon mitspielen könnte.
- Für das Pokalspiel gegen Trier sollte es mit Johannes Rahn aber wieder klappen.
Frage
Wie genau war das jetzt nochmal mit dem nicht vorhandenen Wasser ab dem 16.Mai?
- Die Kabine wird ab diesem Tag nicht benutzbar sein, so dass die Mannschaft irgendwie ausweichen muss, zum Beispiel in die Fechthallte oder die Sporthalle Oberwerth.
- Sander sagt, dass man das aber schon irgendwie schaffen wird.
Mehr zum Spiel findet man wie gewohnt in der entsprechenden Spieltagsdiskussion im Forum.
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