Stadt Koblenz halbiert die Stadionmiete
Wie der Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Prof. Dr. Hofmann-Göttig, in der letzten Nacht im Gästebuch seiner Informationswebseite bekannt gegeben hat, wird die Stadt Koblenz die Stadionmiete für die TuS Koblenz in der kommenden Saison um die Hälfte reduzieren.
Die Stadt erkennt an, dass die TuS einen echten Sparhaushalt für die kommende Saison in jüngster Zeit entwickelt hat. Sie hält es für zielführend, nichts unversucht zu lassen, den jetzigen erfolgreichen Trainer auch für die nächste Saison für die TuS zu gewinnen. Angesichts der drohenden Insolvenz habe ich meine Bereitschaft ausgedrückt, der TuS einen Stadionmietvertrag anzubieten, der nur noch die Hälfte der bisherigen Mietgebühren verlangt. D.H., statt 10.000 Euro pro Spiel, 5.000 Euro. Damit verzichten wir auf rund 100.000 Euro gegenüber der laufenden Spielsaison, wenden aber eine Insolvenz ab, die zu Null Euro Stadionmiete führen würde.
Damit sind wir an die Grenze dessen gegangen, was angesichts des Haushaltsdefizits der Stadt gerade noch vertretbar ist.
Diese Reduzierung war ja in den letzten Monaten immer wieder von Wolfgang Loos und auch vom TuS-Präsidenten Prof. Dr. Werner Hecker auf der Mitgliederversammlung gefordert worden.
Desweiteren wird die Stadt Koblenz auch weiterhin darauf verzichten juristisch gegen die TuS Koblenz im Hinblick auf die 164.000 Euro Schulden, die die TuS noch bei der Stadt hat, vorzugehen.
In seiner Veröffentlichung spricht der Oberbürgermeister auch davon, dass das Land Rheinland-Pfalz durchaus auch Interesse an einer Rettung der TuS Koblenz hat.
nnenminister Roger Lewentz hatte deshalb am vergangenen Freitagnachmittag zu einem “Krisengipfel” eingeladen, um auszuloten, welche Beiträge geleistet werden müssen, um den Fortbestand des Profi-Fußballs zu sichern. In dem Gespräch ist deutlich geworden, dass sowohl die TuS selbst (durch einen radikalen Sparhaushalt) wie auch das Land Rheinland-Pfalz (z.B. durch eine Landesbürgschaft) entschlossen sind, einen wirksamen Beitrag zur Rettung der Spiellizenz für die bevorstehende Saison zu leisten.
Informationen im Detail wollte der Oberbürgermeister nicht veröffentlichen, da dafür die TuS Koblenz bzw. das Land Rheinland-Pfalz zuständig sind. Das ist nachvollziehbar und in meinen Augen auch korrekt so.
Man darf also gespannt sein, wie es weiter geht!
Die TuS-Fans haben sicherlich gezeigt, dass es ihnen nicht egal ist, was mit der TuS passiert. Etwa 16.000 Euro sind in den letzten Tagen an Spenden eingegangen. Das ist mehr, als ich gedacht hätte, aber natürlich viel zu wenig, um mehr als eine Symbolwirkung zu haben.
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