Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Wuppertal
Da das Spiel gegen den VfL Bochum II unter der Woche stattfand, gab es vor diesem Auswärtsspiel keine Pressekonferenz.
Am gestrigen Donnerstag hatte die TuS Koblenz dann aber zur Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Wuppertaler SV eingeladen. Die RheinZeitung hat wie gewohnt das Video online bereit gestellt, von mir gibt es ebenfalls wie gewohnt die Zusammenfassung.
Anwesend waren neben Julian Turek wie gehabt Thomas Theisen und Michael Dämgen.
Informationen zum Spiel gegen Wuppertal
- Die TuS Koblenz hofft auf gutes Wetter! (Klingt komisch, aber nach den wettertechnischen Tiefschlägen bei der Saisoneröffnung und bei den Spielen gegen Verl und vor allem Essen kann man diese Hoffnung durchaus mal formulieren!)
- Es werden etwa 500 Fans des Wuppertaler SV erwartet.
- Die Tageskassen öffnen um 16:00 Uhr. Ebenfalls ab 16:00 Uhr wird der Park&Ride-Service vom FH-Parkplatz auf der Karthause angeboten.
- Der Einlass ins Stadion ist ab 16:30 Uhr möglich.
- Schiedsrichter der Partie ist Christian Dingert.
Zusammenfassung der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Wuppertal
Frage:
Welches Gefühl überwiegt nach dem Spiel gegen Bochum II? Das Gefühl, dass man in 36min drei Tore schießen kann oder das, dass man drei vermeidbare Tore erhalten hat.
- Michael Dämgen sagt, dass das Gefühl, dass man drei Tore schießen kann schon überwiegt, allerdings ist auch klar, dass man ein Spiel auch gewinnen sollte, wenn man drei Tore auswärts erzielt.
- Für ihn war die erste Hälfte nicht so wie er sich das vorgestellt hat. Seiner Ansicht nach hat die Mannschaft in der zweiten Hälfte dann aber Herz und Moral gezeigt und ist dafür dann auch belohnt worden.
- Wenn man dann allerdings kurz vor Schluss das 3:2 macht und sogar das 4:2 auf dem Fuß hat, dann muss man das laut Dämgen einfach cleverer ausspielen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Somit ist es natürlich ärgerlich, dass man dann in der letzten Aktion noch den Ausgleichstreffer einstecken muss.
Frage:
Bei der Situation zum möglichen 4:2 haben sie einen speziellen Spieler im Blick?
- Dämgen sagt, dass er natürlich Tobias Bauer meint (“das hat man ja gesehen”), der einfach die schlechteste Option gewählt hat.
- Durch den schwachen Schuss in die Arme des Torwarts, hatte dieser die Möglichkeit den Abschlag durchzuführen, Bochum in Ballbesitz zu bringen und somit den Freistoß, der letztlich zum 3:3 führte überhaupt erst rauszuholen.
- Er weist darauf hin, dass er Tobias Bauer nicht an den Pranger stellen will.
- Dämgen sagt, dass Tobias Bauer ja eigentlich eher der Stürmer ist, der mit einem starken Schuss direkt zum Abschluss kommt, so dass die gewählte Option einfach die komplett falsche war.
- Dämgen sagt, dass er sich schon dachte, dass der Freistoß dann rein geht, weil er in der letzten Saison mit dem Wuppertaler SV ebenfalls in der Nachspielzeit den Ausgleich einstecken musste.
- Nach einem Gespräch am Donnerstag morgen ist das ganze nun erledigt und nun wird auch wieder nach vorne geschaut.
- Dieses “nach vorne” ist nun der Wuppertaler SV, der sich selbst zum Aufstiegskandidaten ernannt hat.
- Für Dämgen, der ja in der letzten Saison noch beim WSV unter Vertrag stand, wird das ein schwieriges Spiel, aber er hofft natürlich, dass sich die TuS Koblenz so präsentieren kann, wie in der zweiten Hälfte in Bochum.
Frage:
Wie wichtig ist David Sasse für die Mannschaft?
- Für den Trainer ist klar, dass ihm noch Einiges fehlt. Sasse hat nach seinem Schädelbruch gegen Eupen zwar seit drei Wochen wieder mit der Mannschaft trainiert, allerdings ohne Körperkontakt, ohne Spielrhythmus.
- Als er in Bochum eingewechselt wurde, schien es dem Trainer nicht, als wäre “alles” wieder sofort da gewesen, was seiner Ansicht nach aber auch absolut normal ist bzw. nicht zu erwarten war.
- Auf jeden Fall hat er aber eine gewisse körperliche Präsenz in Bochum gezeigt, was sicherlich auch gegen den Wuppertaler SV von Bedeutung sein kann. Ob er in der Startformation stehen wird, ließ Dämgen an dieser Stelle offen.
- Michael Dämgen sagt klar, dass er sehr froh ist, dass David Sasse wieder zurück ist, da er denkt, dass er der TuS Koblenz in der Zukunft auf jeden Fall weiterhelfen kann.
- Nach einer kurzen Pause ergänzt der Trainer, dass er lieber die gesamte Mannschaft loben will, als die Leistung der zweiten Halbzeit an einer Person festzumachen.
- In der ersten Hälfte hat kein Spieler gut gespielt, aber in der zweiten Hälfte hat es ihn vor allem gefreut, dass sich Thomas Gentner wieder berappelt hat und seine Stellungsfehler aus der ersten Hälfte (so viel zum Beispiel auch das 0:1 nach drei Minuten) wieder gut gemacht hat.
- Er freut sich, dass trainierte Situationen, wie zum Beispiel die Spielszene zum 3:2 durch Tokio Nakai nach Flanke von Jura Gros, dann auch mal im Spiel umgesetzt wurden und er sagt explizit, dass er sich auch für Jan Hawel freut, dass er endlich mal ein Tor gemacht hat. (Das sagte ich ja gestern auch schon!)
Frage:
Hat die TuS Koblenz ein Problem damit die ersten 15min zu verschlafen?
- Dämgen: “Ja, gut erkannt!”
- Gegen Essen hatte die TuS das Problem glücklicherweise nicht und gegen Wuppertal darf sich die Mannschaft diesen Fehler auch nicht erlauben.
- Im Kader der Wuppertaler sind Spieler, die Zweit- und Drittligaerfahrung haben, so dass man tunlichst vermeiden sollte solche leichten Fehler, wie in der Anfangsphase in Bochum, zu machen, weil es sonst laut Dämgen enorm schwer werden wird wieder ins Spiel zurück zu kommen.
- Gegen Essen hat es wie gesagt gut geklappt, vielleicht auch wegen der Menge an Zuschauern beim Heimspiel – “ich hoffe, dass viele viele Zuschauer kommen [..] das spornt auch die Jungs nochmal an” – und er hofft, dass man das auch gegen Wuppertal hinbekommt.
- Er verweist darauf, dass gegen Bochum II, wie auch bereits gegen Mönchengladbach II viele junge, schnelle Spieler auf dem Platz standen. Gegen Wuppertal wird das etwas anders sein, allerdings hat der WSV wie bereits erwähnt viele Spieler mit sehr viel Erfahrung in seinen Reihen. Als Beispiel nennt er Christian Knappmann, Daniel Flottmann, Thomas Schlieter, Robert Fleßers und den Belgier Tom Moosmayer.
- Wenn die Mannschaft den Einsatz aus den letzten beiden Spielen auch gegen den WSV bringen kann, ist Dämgen, trotz der Mehrbelastung durch die englische Woche, davon überzeugt, dass die TuS nicht chancenlos ist.
Frage:
Wer wird sich um Christian Knappmann, ehemaliger TuS-Spieler, kümmern, der mit vier Saisontoren erfolgreicher ist, als die gesamte TuS?
- Dämgen sagt, dass er keinen bestimmten Spieler zuordnen wird, sondern dass die Innenverteidigung um Eike Mund und Angelo Barletta, wenn denn so gespielt wird, sich um Christian Knappmann kümmern wird.
- Dämgen sagt, dass Knappmann, den er in der letzten Saison nach Wuppertal geholt hat, sich jetzt wohl in der Mannschaft durchgesetzt hat.
- Er beschreibt ihn als “positiv Verrückten”, der während dem Spiel auch mal vollkommen außerhalb des Spielsystems über das Feld rennen kann und damit die eigene, aber natürlich auch die gegnerische Mannschaft verunsichern kann.
Frage:
Beim Mannschaftsfototermin gab es einige neue Gesichter. Was ist dazu zu sagen?
- Tom Theisen bestätigt die Verpflichtung des 20jährigen Japaners Khoki Kazama.
- Kazama ist ein offensiver Mittelfeldspieler, der bereits vor drei Wochen mal im Training bei der TuS Koblenz war.
- Der Spielervermittler Thomas Kroth hat Khoki Kazama praktisch bei der TuS Koblenz geparkt, weil er denkt, dass er in den “großen” Fußball einsteigen kann. Tom Theisen sagt, dass das für die TuS Koblenz natürlich ein gute Sache wäre, weil man dann natürlich davon profitieren würde.
- Kazama ist erst in der nächsten Woche spielberechtigt ist, da noch die Spielgenehmigung aus Japan eingeholt werden muss.
- Desweiteren schaut sich die TuS Koblenz noch zwei junge Stürmer an, wird sich da aber noch bis in die kommende Woche hinein mit der Entscheidung Zeit lassen.
- Mit Mineiro bzw. Carlos Luciano da Silva gibt es am Freitag ein abschließendes Gespräch mit seinem aktuellen Arbeitgeber.
- Mineiro hat Lust auf Fußball, ist sich mit der TuS Koblenz auch eigentlich schon einig, allerdings muss noch mit dem Arbeitgeber geklärt werden, ob es möglich ist neben dem Job noch Regionalliga zu spielen.
- Auf Nachfrage, ob noch ein Torwart verpflichtet wurde oder werden soll erklärt Tom Theisen klar, dass man sich dazu entschlossen hat die Saison mit Kadir Yalcin und Kevin Birk durchzuziehen, weil man mit ihren Leistungen im Training und im Spiel zufrieden ist.
- Er betont, dass das eben die neue TuS Koblenz ist, die jungen Spielern, auch auf so wichtigen Positionen wie der Torwartposition, eine Plattform bietet.
- Sollte sich einer der beiden verletzten oder gesperrt werden, gibt es laut Theisen auch noch vereinslose Torhüter, auf die man gegebenenfalls zurückgreifen könnte, allerdings haben sich diese Torhüter bislang nicht in das Portfolio der TuS Koblenz eingepasst.
- Weil Michael Dämgen und Tom Theisen darauf achten, dass die Spieler nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich ins Team passen, ergibt sich die Situation, dass sich noch kein passender Spieler gefunden hat. Somit fällt die Entscheidung dann auch leicht es mit den beiden 19jährigen Torhütern Kadir Yalcin und Kevin Birk durchzuziehen.
Frage:
Wie heißen die beiden genannten Stürmer?
- Lukas Völker, ein Stürmer vom Oberligisten Budissa Bautzen (Transfermarkt-Profil), ist aus studienbedingten Gründen nach Köln gezogen ist, hat am Donnerstag das erste Mal mittrainiert.
- Völker würde gerne in Koblenz spielen und nun muss geprüft werden, ob das sportlich für die TuS Koblenz einen Sinn macht.
- Aleksandar Petreski, der schon seit einiger Zeit mittrainiert (Transfermarkt-Profil).
- Michael Dämgen wirft ein, dass die TuS Koblenz eventuell noch ein Testspiel einwerfen will, um diese beiden Spieler auch mal auf dem großen Feld im Spiel bewerten zu können.
- Es handelt sich bei beiden um andere Spielertypen als Jan Hawel oder David Sasse, die man laut Dämgen sicherlich auch braucht, aber man muss trotzdem genau abwägen, ob man einen solchen Transfer tätigt oder nicht.
- Tom Theisen ergänzt, dass man beim Spiel in Bochum ja gesehen hat, wie die Mannschaft aktuell aufgestellt ist. So hat sie in Bochum zwei Gesichter gezeigt. Die unerfahrene, fehlerbehaftete TuS und die TuS, die sich nach der motivierenden Halbzeitansprache, die Theisen explizit lobt, ein Spiel drehen konnte und das mit Spielern, die noch nie auf diesem Niveau gespielt haben.
- Als Beispiel nimmt Theisen Tokio Nakai, der als Sprachschüler seinen Aufenthalt in Deutschland selbst finanziert und einfach nur Fußball spielen will.
- Das “atemberaubende” Tor zum 3:2 wäre laut Theisen ja nicht gefallen, wenn er nicht gespielt hätte. Und das ist der Punkt, den er herausstreicht: die TuS Koblenz ist in der Situation, dass man diese jungen und unerfahrenen Spieler spielen lassen muss und mittlerweile auch will!
Frage:
Ist die Mannschaft durch das 3:3 in Bochum in der Regionalliga angekommen oder ist das noch zu früh zu beantworten?
- Der Geschäftsführer sagt, dass es für eine solche Bewertung noch zu früh ist.
- Die “Message”, die aus der letzten Woche aber mitgenommen werden sollte ist, dass die TuS Koblenz lebt.
- Die TuS hat gegen Essen ein 0:0 geholt und das an einem Tag, der nicht zum Fußballspielen gemacht war und vor einer Kulisse, mit der bei so einem Wetter nicht gerechnet werden konnte.
- In Bochum ist die TuS zuerst schlecht und chancenlos, steht aber nach der Halbzeitpause auf und zeigt Moral und Herz.
- Tom Theisen betont, dass die TuS darauf in dieser Situation auch einfach ein klein bisschen Stolz sein kann. Dabei geht es nicht um den Tabellenplatz, der natürlich von jedem im Team nicht gut gefunden wird, sondern um das Gefühl, mit dem man zur “Arbeit” geht.
- Danach wird Theisen ungewohnt “aggressiv”, indem er davon spricht, dass der Wuppertaler SV die TuS Koblenz, die mit breiter Brust antreten wird, am kommenden Samstag bei Sonnenschein im Stadion Oberwerth, ohne die konkurrierende Bundesliga und dementsprechend hoffentlich viele Zuschauer, erstmal schlagen muss. Gute Worte!
Frage:
Kommt der Wuppertaler SV als Gegner vielleicht zu früh?
- Dämgen verneint das, da man sich seiner Ansicht nach freuen sollte jetzt gegen einen solchen Verein und eine so gute Mannschaft spielen zu dürfen.
- Desweiteren muss man das auch aus Sicht der Spieler sehen, die in der englischen Woche nicht so viel trainieren müssen, sondern spielen dürfen!
- Er sagt auch, dass es in der Liga weitere leistungsstarke Mannschaften gibt, die man mit Wuppertal vergleichen kann, so dass es letztlich egal ist gegen wen man spielt.
- Durch die zwei Spiele ohne Niederlage in Folge und mit hoffentlich einem großen Zuschauerzuspruch sind die Spieler hoffentlich so motiviert, dass sie das Herz wie in der zweiten Halbzeit in Bochum in die Hand nehmen und einfach Fußball spielen.
- Für ihn ist es wichtig ein solches Spiel als Pokalspiel zu sehen, das die Entscheidung also in diesem Spiel fällt.
- Für ihn ist es wichtig, dass man sieht, dass die Spieler brennen und heiß auf dieses und alle anderen Spiele sind, egal wie die Ergebnisse aussehen.
Frage:
Wie heiß sind die Spieler jetzt endlich den ersten Sieg zu holen?
- Dämgen sagt, dass das natürlich schon gegen Verl, in Mönchengladbach, gegen Essen und natürlich auch in Bochum angestrebt wurde.
- Gegen Wuppertal wird das sicherlich eine schwierige Sache, allerdings geht er davon aus, dass die TuS, wenn sie viel läuft und die Zweikämpfe annimmt, auch eine Chance gegen den, seiner Meinung nach, haushohen Favoriten aus Wuppertal ist.
- Die Wuppertaler haben nach dem nicht optimalen Saisonbeginn zuletzt 4:0 gegen Elversberg gewonnen, haben die TuS in Bochum beobachtet und wollen das Spiel natürlich ebenfalls gewinnen.
Frage:
Wie bewerten sie die Ergebnisse in der Regionalliga am letzten Spieltag?
- Dämgen fragt die Journalisten, in welchem Ranking die TuS Koblenz vor dem Bochum-Spiel auf Platz 1 lag? Antwort ist, dass die TuS Koblenz am wenigsten Gegentore kassiert hat.
- Danach schweift er etwas von der Frage ab und geht nochmals auf das Spiel in Bochum und die Leistungen bzw. möglichen zukünftigen Leistungen seiner Spieler ein.
- Die Frage wird dann letztlich nicht beantwortet.
Danach gibt es keine Fragen seitens der Journalisten mehr, so dass Julian Turek noch eine Frage an Thomas Theisen stellt und zwar was es mit einem, neben Tom Theisen liegenden, Besen auf sich hat.
- Tom Theisen erklärt, dass die Rhein-Mosel-Werkstatt, eine Einrichtung für behinderte Menschen, bzw. der Abteilung “Blindenwerk” Michael Dämgen und ihm selbst diese Besen mit den Worten “neue Besen kehren gut” überreicht hat.
- Er ergänzt, dass es diesen Besen perspektivisch auch als Fanartikel beim Dachverband zu kaufen geben wird. Von Fans, für Fans.
Eine Pressekonferenz mit einigen blabla, was halt so zu Pressekonferenzen dazu gehört, und doch einigen interessanten Informationen, gerade was den Transfermarkt angeht.
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