U23 verliegt sang- und klanglos gegen Engers und den Schiedsrichter
Am 28.Spieltag der Rheinlandligasaison 2011/2012 stand die Partie zwischen dem FV Engers und der TuS Koblenz U23 an.

Die aktuelle Form konnte vor dem Spiel unterschiedlicher kaum sein. Die TuS Koblenz war mittlerweile 13 Spiele lang ungeschlagen, holte in zehn Rückrundenpartien bislang stolze 24 Punkte und hat mittlerweile den Anschluss an das obere Mittelfeld mehr als geschafft.
Engers dagegen konnte nach elf Niederlagen in Folge am Osterwochenende endlich mal wieder gewinnen. 2:0 siegte man gegen Burgbrohl, ist aber trotzdem noch weit von einem Nichtabstiegsplatz entfernt.
Die TuS ging also als klarer Favorit in die Partie und wurde relativ schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Starke Gastgeber, ein Schiedsrichter mit Koblenzer Vorgeschichte und schwache Koblenzer ergaben als Mixtur einen verdienten 4:1-Sieg des FV Engers.
Bilder vom Spiel FV Engers gegen die TuS Koblenz U23
Notizen
- Spiele in Engers sind irgendwie immer etwas Besonderes. Das Stadion am Wasserturm hat irgendwie einen gewissen Charme, dem zumindest ich mich nicht entziehen kann.
- Vor dem Anpfiff erstmal eine Schreckensmeldung. Der Schiedsrichter war wohlbekannt. Es war Dirk Huster, der die TuS beim Auswärtsspiel gegen Karbach so extrem benachteiligt hatte. Für Details siehe den verlinkten Bericht.
Die Kurzfassung ist: mehr als strittige Elfmeterentscheidungen, eine strittige und eine in meinen Augen fast schon skandalöse rote Karte (letztere wurde gezeigt, obwohl ein Karbacher Spieler so fair war zu sagen, dass Sebastian Hahn ihn gar nicht berührt habe!) für die TuS und folgerichtig eine 1:4-Niederlage (wobei auch hier gesagt werden muss, dass Karbach mindestens ebenbürtig war!).
- Die TuS-Spieler waren von Beginn an verunsichert, das merkte man. “Bloß nicht zu nah an den Gegner, das gibt sofort Freistoß”. Engers nutze die Situation und war aggressiv, spielte offensiv, war gefährlich oder kurz gesagt Engers war die bessere Mannschaft.
- Das 1:0 nach einer halben Stunde brachte dann schon den ersten Skandal. Kevin Birk versuchte nach einer eigentlich schon beendeten Offensivaktion der Engerser den Ball links neben seinem 5-Meter-Raum zunächst relativ unbedrängt aus der Luft zu fischen.
Ein Engerser unterlief ihn, ließ sich fallen, der Schiedsrichter pfiff. Elfmeter.Leider habe ich die Situation nicht in bewegten Bildern festgehalten, da ich die Kamera schon abgestellt hatte. Die Situation war ja vorbei. Da lag ich wohl daneben!
Bezeichnend war übrigens die Tatsache, dass die Engerser Bank sich natürlich freute, gleichzeitig aber ein durchgängiges Lachen oder zumindest Schmunzeln über die Entscheidung nicht verbergen konnte. - Natürlich folgte Aufregung und man fühlte sich nach Emmelshausen (dort fand das Spiel gegen Karbach statt) zurück versetzt. Aber Dirk Huster blieb natürlich, trotz aller Proteste, bei seiner Entscheidung, wenngleich man seinem Assistenten auch gerne mal zutrauen darf etwas dagegen zu sagen!
- Der Strafstoß war drin und Engers war vorne. Unglücklich für die TuS, vom Spielverlauf her aber durchaus verdient.
- Der FV Engers hatte nun Blut geleckt und war sich seiner Chance auf einen zweiten Dreier in Folge bewusst. Und so spielten sie weiter nach vorne und die TuS Koblenz fand auf dem holprigen Rasen einfach kein Gegenmittel gegen die Gastgeber, die immer wieder gefährlich vor dem Koblenzer Tor auftauchten.
- So war es nur eine Frage der Zeit bis das 2:0 fiel. Nach einer Flanke von der linken Seite war es dann erneut Michael Krey, der auch den Strafstoß versenkt hatte, der per Kopf einnetzte (39.).
- Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Markus Breitbach und seine Mannschaft waren gefrustet, die Engerser verständlicherweise gut drauf.
Videozusammenfassung: FV Engers – TuS Koblenz U23
Mehr Videos gibt es im SchängellandTV-Kanal bei Youtube.
Notizen, II
- Nach der Pause hatten sich die Koblenzer Fans eine Gegenreaktion der TuS erhofft, aber an diesem Tag sollte es nichts mehr werden. Der Auftritt war blutleer und von Beginn an irgendwie nur darauf bedacht den Schaden nicht zu groß werden zu lassen.
- Das klappte nicht, denn direkt nach Wiederanpfiff gab es direkt den zweiten Strafstoß. Auf den ersten, von 50 Meter Entfernung auf die Situation geworfenen, Blick sah ich auch dort zunächst kein Foul. Da der Engerser Doppeltorschütze darauf hin aber verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, will ich mich da mal nicht festlegen.
Wie auch immer, es gab erneut Strastoß und auch dieser wurde sicher versenkt. - Danach war das Spiel entschieden, die TuS schaffte es zu keiner Zeit ins Spiel zu kommen und der Schiedsrichter tat eben auch sein Übriges dazu, da ich schon gemerkt zu haben glaube, dass die TuS-Spieler immer lieber zurückzogen, als den Zweikampf voll anzugehen. Gegen Karbach erhielt die TuS Koblenz durch die zwei Platzverweise immerhin insgesamt zehn Spiele Sperre!
So wechselte Markus Breitbach auch schon relativ früh den bereits gelb vorbelasteten Edis Ramovic aus, da er von Dirk Huster gegen Karbach vom Platz gestellt wurde. - Engers kümmerte das verständlicherweise nicht. Sie spielten weiter nach vorne und hätten noch viel mehr Tore schießen können. Letztlich kam noch ein weiteres Kopfalltor nach einer Ecke dazu, welches zum zwischenzeitlichen 4:0 führte.
- Jan Hawel erzielte zwar noch das 1:4, aber das war reine Kosmetik, wenngleich es mich für den Jan freut, dass er in der U23 wieder Torgefahr ausstrahlt und auch trifft!
In diesem Spiel brachte es keine Wende mehr. - Das Spiel war eigentlich gelaufen, da gab es dann nochmal einen, in meinen Augen, Skandal!
Rot für Aykut Aydin nach einer … Tätlichkeit?
Im Vorwärtsgang erobert Engers den Ball, spielt ihn gegen die Laufrichtung von Aydin. Dieser läuft einen Bogen, an einem Engerser vorbei, dieser geht schreiend zu Boden, Huster pfeift, Aydin fliegt.
Wir standen zu zweit relativ nah an der Situation. Person 1 sagt “da war was”, Person 2 sagt “da war nichts”.Ich habe mir das im Video zig Mal angeschaut und ich behaupte, dass Aykut Aydin rein gar nichts gemacht hat. Unter Umständen ist er dem Engerser Spieler aus Versehen beim Laufen seines Bogens auf den Fuß getreten. Das kann ich nicht ausschließen, aber einen Schlag oder Ähnliches sehe ich beim allerbesten Willen nicht!
Jetzt muss man natürlich sagen, dass das nicht heißt, dass da nichts war. Tom Hardt schreibt
Bei der roten Karte hat selbst der Gegenspieler eingestanden das es zwar eine Berührung gab aber dies nicht Rot würdig war.
Diese Berührung habe ich, auch nach intensiven Anschauen des Videomaterials, nicht gesehen.
Erinnert aber irgendwie an Karbach. Dort sagte ein Karbacher ja sogar noch auf dem Platz, dass es kein rot war. Das ist diesem Schiedsrichter aber anscheinend egal. Das ist einfach nur schade für den Fußball.
- Der Abpfiff folgte relativ zeitnah und die Engerser konnten einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf feiern. Ob der Sieg ihnen letztlich weiterhilft ist allerdings eher fraglich.
- Die TuS war schwach und spielte so wie zu Beginn der Saison, als man neun Mal in Folge verlor. Dies gilt es zu analysieren und irgendwie zu überwinden. Die Serie ist gerissen, aber es gibt wahrlich Schlimmeres.
Ist der Schiedsrichter Schuld an der Niederlage?
Natürlich kommt nach solchen Spielen immer die Diskussion darüber auf, ob man mit einem anderen Schiedsrichter gewonnen hätte.
Ich sehe das wie folgt:
- Die TuS ist von Beginn an zögerlich zu Werke gegangen, weil sie Angst vor den unktrollierbaren Entscheidungen des Schiedsrichters hatte. Das hat Engers natürlich in die Karten gespielt!
- Engers wusste davon und hat es sich im Abstiegskampf clever zu Nutze gemacht, teilweise auch auf nicht gerade super-faire Weise. Aber bei ihnen geht es um den Klassenverbleib. Da gibt es keine Freunde mehr, da zählen nur Siege! Demnach finde ich es sogar gut, dass sie sich voll auf sich konzentriert haben!
- Die TuS Koblenz war an diesem Tag einfach schlecht und Engers die bei Weitem bessere Mannschaft. Wahrscheinlich hätte Engers auch mit einem anderen Schiedsrichter eine sehr, sehr gute Rolle in diesem Duell gespielt. Die TuS spielte an diesem Abend einfach wie ein Absteiger und nicht wie eine Mannschaft, die 13 Mal in Folge nicht gewonnen hatte.
- Es muss aber auch gesagt werden, dass Dirk Huster mit dem ersten Elfmeterpfiff das Spiel klar in Richtung des FV Engers verschoben hat. Da gibt es auch keine zwei Meinungen! Es darf sie nicht geben.
Wäre dieses Tor nicht gefallen, wer weiß wie sich das Spiel entwickelt hätte.Die rote Karte gegen Aykut Aydin ist in meinen Augen einfach nur der i-Punkt. Da muss man sich schon fragen, ob Herr Huster sich damit einen Gefallen tut, wenn er die TuS pfeift. Frü das Ego? Die eigene Befriedigung? Ich weiß es nicht. Mit Sport hat das auf jeden Fall nichts mehr zu tun!
Für die TuS Koblenz U23 heißt es “Mund abwischen” und weiter machen!
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